Für gewöhnlich ist der Abend vor dem 1. Mai der Tag, an dem die Feuerwehrleute selber mal ein Feuer anzünden dürfen, nämlich das Maifeuer. Doch kurz nach Ende der diesjährigen Maifeierlichkeiten wurden die Kameraden in Möckern, Friedensau und Grabow daran erinnert, dass der 1. Mai eben auch der "Tag der Arbeit" ist.

Möckern/Friedensau/Grabow l Gegen 23 Uhr gingen die Sirenen über Möckern, Friedensau und Grabow. Gemeldet wurde ein aktivierter Brandmelder in Friedensau. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte bestätigten schnell eine Rauchentwicklung im sogenannten Öko-Partner-Haus am Zeltplatz der Adventjugend. In einer Abstellkammer im Erdgeschoss des Gebäudes war es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Der Brand entstand durch verbrauchte Reinigungslappen, welche mit Leinöl getränkt waren und sich selbst entzündet hatten.

Kein weiterer Sachschaden am Gebäude festgestellt

Dank des zeitigen Eintreffens der Feuerwehren aus Friedensau, Grabow und Möckern konnte Schlimmeres verhindert werden. Noch bevor aus den vorgefundenen, qualmenden Textilien ein offenes Feuer werden konnte, schafften die Einsatzkräfte die Brandquelle nach draußen und löschten sie ab. An der Brandstelle entstand kein weiterer Sachschaden. Nicht auszudenken, was hätte passieren können: Das Gebäude besteht nahezu völlig aus Holz und natürlichen Dämmstoffen.

Für manch einen der Kameraden war der Weg zum Gerätehaus nach der Alarmierung nicht weit gewesen, denn in Möckern fanden hier die Maifeierlichkeiten statt. Die Blauröcke hatten das Anzünden des Feuerstapels am Lochower Weg und auch die gastronomische Versorgung der Besucher übernommen.

Angesichts der Witterungsverhältnisse hielt sich der Publikumsansturm in Grenzen. Weil aber auf die Fahrzeughalle im Feuerwehrdepot zurückgegriffen werden konnte, wurde es dennoch ein gemütlicher Abend.

Erstmals präsentierte sich die zu Jahresbeginn ins Leben gerufene Jugendfeuerwehr, die derzeit aus fünf Jugendlichen besteht.

Der stellvertretende Vorsitzende des Möckeraner Feuerwehrfördervereines, Detlef Friedrich, nutzte den Abend, um den Kameraden neue Mützen zu übergeben.

In fast allen Ortschaften der Einheitsgemeinde Möckern waren am Donnerstagabend Maibäume aufgestellt worden, nicht selten unter volksfestartigen Bedingungen. In manchen Ortschaften waren Fackel- oder Laternenumzüge vorbereitet worden, so etwa in Ziepel, Hohenziatz, Lübars oder Loburg.

Das schlechte Wetter mit Wind und Regen machte vielerorts jedoch all jenen einen Strich durch die Rechnung, die sich auf einen gemütlichen Abend unter dem Maibaum gefreut hatten.

Auch in Loburg war der Marktplatz schnell wieder leergefegt, nachdem die Kameraden der Ortsfeuerwehr den Maibaum vor dem Rathaus aufgerichtet hatten und der Fackelumzug sich auf seinen Weg machte. Auch ihn sicherte die Feuerwehr ab. Unter den Klängen des Lindauer Fanfarenzuges zogen zahlreiche Loburger durch die Altstadt.

 

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