Zerbst/Güterglück l "Der heilige Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehren und der Bäcker", erklärte Christian Teubner. Der Vorsitzender des Fördervereins der Güterglücker Feuerwehr hatte zusammen mit anderen Kameraden und Mitgliedern der Nachwuchgruppe der Wehr einen Stand auf dem Parkplatz des Lidl-Marktes aufgebaut. Dort befindet sich auch eine Filiale der Bäckerei Richter, die ebenfalls aus Güterglück stammt. "Wir wollen heute die Aufmerksamkeit auf unsere Floriansbrote lenken", erzählte er. Dafür hatte er Kostproben des Brotes parat und bot sie den Passanten an. "Wenn es ihnen schmeckt, können sie gleich eines kaufen", sagte er.

20 Cent von jedem Brot werden an die Nachwuchsgruppe der Güterglücker Wehr gespendet. "Die Idee ist nicht neu. Seitdem wir unsere Jugend- und Kinderwehr haben, gibt es die Aktion auch schon. Also seit etwa vier Jahren", erzählte er weiter. Das dunkle Brot werde in allen Filialen der Bäckerei in Zerbst, Dessau, Roßlau, Magdeburg und Schönebeck angeboten und erfreue sich auch hoher Beliebtheit.

Rund 2000 Euro sind seit Beginn der Aktion für die Nachwuchsgruppe zusammengekommen. Die Kinderwehr besteht aus 12 Mitgliedern, die auch aus den Nachbarorten von Güterglück kommen. "Mit dem Geld können wir dann Fahrten organisieren", gab der Vorsitzende ein Beispielfür die Verwendung. "Es ist auch die einzige Einnahmequelle, welche wir für die Kinder haben", ergänzte er.

Um Aufmerksamkeit zu erregen, waren die Kameraden mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort. Sie hatten einen Parcours aufgebaut, den die Kinder mit Tretautos umkurven konnten.

"Mit einer kleinen Feuerwehrspritze können sie zielspritzen", fügte er an. "Alles Absicht", meinte er augenzwinkernd. "Hast du die Kinder, dann hast du auch die Eltern. Und die haben ja meist ein Portmonee", sagte er und lächelte. "Meist eigentlich die Frauen", sei ihm aufgefallen.

Mit der Aktion sei er sehr zufrieden. Rund 50 Brote haben die Kameraden verkaufen können. "Wir wollen es ja vielmehr in das Gedächtnis rufen, damit vielleicht öfter Mal ein Brot mit nach Hause genommen wird."

Das tat unter anderem auch Bürgermeister Andreas Dittmann, der zufällig vorbei kam. Ihm überreichte die Fachverkäuferin ein noch ganz warmes Brot.

"Die Brote waren zwischenzeitlich aus, deswegen mussten wir nach bestellen", sagte Christian Teubner zufrieden.

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