Das Wahrzeichen von Lindau, Burg mit Bergfried, ist weithin sichtbar. Auch das Gerüst an der Ringmauer ist nicht zu übersehen. Die Sanierung geht weiter. Am letzten Abschnitt wird gearbeitet.

Lindau l In der vergangenen Woche hat eine Baufirma aus der Altmark mit den Arbeiten begonnen. Einen etwa 60 Meter langen Abschnitt der Ringmauer der Oberburg umfasst die Maßnahme. Es ist der letzte Abschnitt, um die Reparatur und Sanierung der Mauer ringsherum abschließen zu können.

Bei der Wiederherrichtung der Mauer wird soweit möglich die alte Substanz erhalten und entsprechend ergänzt. Eine Schale wird sowohl im Innen- als auch im Außenbereich vorgesetzt. Witterungsbeständigkeit soll hergestellt werden und die Mauerkrone von oben versiegelt. Die Bausumme beträgt rund 110000 Euro.

Dass hier bereits gebaut wird, auch wenn es noch keinen beschlossenen Haushalt gibt, ist per Voreinzugsermächtigung möglich, entsprechend eines Stadtratsbeschlusses aus dem vergangenen Jahr. Die Maßnahme wird über Leader gefördert, wie zuvor schon andere Maßnahmen zur Sanierung der Burg. Ende Juli ist die Fertigstellung geplant.

Die Stendaler Baufirma ist zwar neu in der Region tätig, aber hat schon einige Erfahrungen mit altem Gemäuer im Raum Stendal, Tangermünde, Havelberg gesammelt, erzählte Vorarbeiter Patrick Dehne. Zu dritt wird man in Lindau zunächst zu Werke gehen. Die Baubetreuung für das Projekt liegt wieder in den Händen von Planer Friedrich Oppermann.

Während die Maßnahme gerade begonnen wurde, hat Lindaus Ortsbürgermeister Helmut Seidler schon Pläne für die nächste Leader-Förderperiode 2016 bis 2018. Neben dem Sozialgebäude oben auf der Burg soll ein überdachter Freisitz entstehen mit zirka 60 Sitzplätzen. Auf der Burganlage in Walternienburg gibt es so einen ähnlichen Pavillon. Das sieht Seidler als Zugewinn für die Nutzung der Burg als Veranstaltungsort.

Die Lindauer Burg wird in diesem Jahr auch bei der 24. Gewerbefachausstellung in Zerbst am kommenden Wochenende eine Rolle spielen. Sie ist Motiv bei der Münzprägung, und der Erlös aus der Aktion kommt dem Lindauer Heimat- und Verkehrsverein und damit der Burg zu Gute. Alle Lindauer und andere Gfa-Besucher können mit einer Münzprägung also Gutes tun. Mit dem Geld könnten vielleicht ein paar Bänke oben auf der Burg angeschafft werden, so die Vorstellungen von Gudrun Rosenauer, der Vorsitzenden des Lindauer Heimatvereins, der bei der Gfa ebenfalls präsent sein wird.