Über die möglichen Umbaupläne des Zisterzienserinnenkloster ließen sich die Mitglieder des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses am Dienstag informieren. Für rund 480 000 Euro könnte dort ein Umbau zur Unterkunft des Magazins des Museums erfolgen.

Zerbst l Zu wenig Platz auf der einen Seite, eine ungenutztes Gebäude auf der anderen: das ist die Ausgangssituation, die zu dem Konzept führte, welches Astrid Klausnitzer am Dienstagabend vorstellte. Die Amtsleiterin Zentrale Dienste erläuterte den Mitgliedern des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses, welche Umbauten in einer ersten Grobplanung angedacht sind, damit das Zisterzienserinnenkloster, in der bis zum Juli 2008 die Berufsschule beheimatet war, ein Archiv und ein Magazin des Museums beherbergen könnte.

Das Magazin, was im Grunde Museumsobjekte und Archivgut sind, sind zurzeit noch im Museum des Francisceums untergebracht. Aber auch das Verwaltungsarchiv hat Probleme. Im Haus an der Puschkinstraße 2 sind die Keller feucht. Das Archiv in Lindau ist dezentral und somit unpraktisch organisiert.

Außerdem werden Räume zur Lagerung und Restauration der fürstlichen Särge gesucht. All das in dem alten Gebäude unterzubringen, würde es wieder einer Nutzung zuführen. Somit wären zwei Dinge mit einmal behoben. Im besonderen geht es um Turnhalle, Aula und den neueren Bau, der zwischenzeitlich für Unterrichtsräume der Ciervisti-Schule genutzt wurde.

"Anfang 2014 wurde eine Hochkostenschätzung in Auftrag gegeben", sagte sie. Darin sollten auch die Stellung eines Nutzungsänderungsvertrages, die Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange, der Brandschutz und der Statik enthalten sein.

Das städtische Verwaltunsarchiv soll nach den Plänen in das zweite Obergeschoss einziehen. Dort gebe es Risse, Heikörper fehlen, Elektroinstallationen und Fenstersanierung würden rund 140 000 Euro kosten. Das Museumsmagazin soll in der Aula und einigen Räumen im Obergeschoss untergebracht werden. Hier muss zudem der Fußboden erneuert und eine Belüftungsanlage eingebaut werden. 107 000 Euro schätze der Planer dafür ein.

Lagerung und Restauration der Särge könnten in der Turnhalle geschehen. "Hier sind die Schäden größer. Der Fußboden wölbt sich, das Parkett ist hochgekommen. Die Außenwände sind durchnässt", sagte sie. Hinzu kommen Be- und Entlüftung, Elektro- und Malerarbeiten. Das mache in Summe 110 000 Euro aus.

Das Dachgeschoss müsse ebenso saniert werden. Es sei undicht und müsse gedämmt werden. 55 000 Euro sind dafür avisiert. 412 000 Euro Baukosten ergebe das insgesamt, 65 000 Euro Nebenkosten müssten berücksichtigt werden. Insgesamt 474 000 Euro, die mit 316 000 Euro vom Stadtumbau Ost gefördert werden könnten, sagte sie.