Nachdem der Zerbster Stadtrat dem neuen Standort für das Katharina-Denkmal zugestimmt hat, laufen die weiteren Vorbereitungen für Aufstellung und Transport. In dieser Woche finden Bodenuntersuchungen am geplanten Denkmalstandort vor dem Stadthallen-Eingang statt.

Zerbst. Wie die Stadträte, so sind auch die Unteren und nun auch Oberen Denkmalbehörden einverstanden, das deutschlandweit erste Denkmal für Katharina II. zwischen Stadthalleneingang und Turnierwiese aufzustellen. Vor allem das Veto des Landesamtes für Denkmalpflege hat zum nochmaligen Wechsel des Standortes geführt. Die Hallenser, eigentlich mit kritischer Betrachtung der Denkmalaufstellung überhaupt im Schloßgarten, hatten zumindest aber darauf gedrungen, nicht den Mittelweg zur Stadthalle zu wählen. Daraufhin fiel die Wahl auf den Bereich vor der Stadthalle ( die Volksstimme berichtete ).

Dort finden in dieser Woche Untersuchungen statt, um die Bodenbeschaffenheit fürs Denkmalfundament zu klären. Eine Voraussetzung, die mit in die Bauantragstellung eingeht. " Es kann passieren, dass es geringfügige Abweichungen vom originalen Standort geben wird ", verweist Kulturamtsleiter Andreas Dittmann zum Beispiel auf den möglichen Einfluss früherer Nuthearme in diesem Bereich.

Ausgerichtet werden wird das Denkmal, so der Amtsleiter, " mit Blickrichtung zum Schloss und damit nach Osten sowie seitlich zum Eingangsportal der Stadthalle ". Bei der Pflasterung um Sockel und Skulptur herum soll jene vor dem Eingangsbereich der Stadthalle fortgeführt werden. Bodenscheinwerfer werden das Denkmal beleuchten.

Mit 20 000 Euro veranschlagt die Stadt derzeit die Kosten für die Denkmalaufstellung. Ob es dabei bleibt, hängt vom Bodengutachten und eventuell noch zu erwartenden archäologischen Begleituntersuchungen ab.

" Sehr engagiert " werde die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld die Stadt Zerbst unterstützen, was die Fundamentherstellung betrifft. " Damit wird uns eine nicht unerhebliche finanzielle Last genommen ", würdigt dies Andreas Dittmann. Außerdem sei die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Förderverein " Katharina II. " dabei, Kontakt zu russischen Firmen aufzunehmen, die auch in Deutschland tätig sind, um auch dort Sponsoren für die Denkmalaufstellung und die Eröffnungsfeierlichkeiten zu gewinnen.

Die Einweihung sieht der Amtsleiter " aufgrund der fortgeschrittenen Zeit eher zur Jahresmitte ".

Derweil werden, wie der in den Denkmalbelangen ebenfalls engagierte Zerbster Uwe Tschakert auf Volksstimme-Nachfrage informiert, die letzten Vorbereitungen für den Transport getroffen. " Es sind noch einige Formalitäten zu klären ", sagt er und freut sich zugleich über in Aussicht stehende Partner, die den Transport von Moskau nach Zerbst realisieren werden.

Die Stadt Zerbst steht nach wie vor in Kontakt mit der Landesregierung und dem Bund, um zu klären, welche hochkarätigen Gäste der Denkmaleinweihung bewohnen werden. Auch aus diesem Grund werden Bürgermeister Helmut Behrendt ( FDP ) und Kulturamtsleiter Andreas Dittmann demnächst einen Termin in der russischen Botschaft in Berlin haben.