Am Donnerstagabend verunfallte ein Mann auf dem Zerbster Bahnhof tödlich. Er sei vom Zug erfasst wurden, teilte die Bundespolizei mit.

Zerbst l Ein 33-jähriger Brandenburger ist Donnerstagabend auf dem Bahnhof in Zerbst tödlich verunglückt.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei hatte der Mann versucht, die Bahngleise zu überqueren. Dabei wurde er von einem fahrenden Zug erfasst. Eine Notbremsung hatte das Unglück nicht mehr verhindern können. Ein Fremdverschulden kann derzeit ausgeschlossen werden, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Die Bahnstrecke konnte nach zwei Stunden um 21.38 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Polizeibeamte des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld wurden mit der Ermittlung der Todesursache beauftragt. Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Bahngleise zu überqueren.

Züge können Hindernissen nicht ausweichen. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern hat beispielsweise einen Bremsweg von über 1000 Metern. Windrichtungen würden die eigene Wahrnehmung eines heranfahrenden Zuges erheblich beeinträchtigen.

Ein elektrisch betriebener Zug sei für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er sich schon im Vorbeifahren befindet. Auch ein zu nahes Bewegen an den Gleisen kann eklatante Folgen haben, da von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung ausgeht.

Romy Gürtler, Pressesprecherin der zuständigen Bundespolizei in Magdeburg, sagte: "Es ist der bislang vierte Unfall dieser Art in diesem Jahr."

Im Vorjahr seien am Schienennetz in Sachsen-Anhalt zehn Menschen tödlich verunglückt.