Rund 80 Aussteller präsentierten sich in Zerbst auf der 24. Gewerbefachausstellung. Das Fazit für die jüngste Auflage der regionalen Wirtschaftsmesse fällt positiv aus. Anregungen und Hinweise werden jedoch gern von der Messeleitung aufgenommen.

Zerbst l "Wir sind nächstes Jahr wieder dabei", erklärt Daniel Schemionek. "Die Messe war sehr gut. Unsere Erwartungen haben sich erfüllt", konstatiert der junge Mann. Erst zum zweiten Mal präsentierte sich der Kfz-Service Schemionek aus Gehrden auf der Zerbster Gewerbefachausstellung (Gfa). Dort stellte sich das Unternehmen nicht nur als Vertreiber von Kommunal- und Landtechnik vor. "Wir brachten ebenfalls mehr Maschinen für den privaten Gebrauch mit", erzählt er vom Kennenlernen neuer Kunden.

Auch Steffen Fräßdorf ist mit seiner Premiere auf der größten und kontinuierlichsten Wirtschaftsmesse Anhalts zufrieden. "Ich wollte regional Gesicht zeigen und mich bekannter machen", erläutert er. Denn längst kenne noch nicht jeder die Beautifol Autofolierung in Zerbst. "Ich denke, das Ziel ist erreicht", erklärt Fräßdorf, dass sich die Gfa für ihn gelohnt hat. "Ich konnte Kontakte knüpfen." Der konkrete Erfolg sei allerdings nicht direkt messbar, sondern zeige sich erst, merkt er mit Blick mögliche zukünftige Aufträge an.

Viola Tiepelmann von der Messeleitung ist genauso glücklich mit dem Verlauf der Gewerbefachausstellung, die nach 2014 auf Anregung der Handwerkerschaft zum wiederholten Mal im Frühjahr stattfand. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Es gab positive Resonanz, aber auch Hinweise von den Ausstellern, die wir alle aufnehmen." Man könnte immer irgendetwas verbessern. So gibt es Überlegungen, das Rahmenprogramm noch stärker auszufüllen. Ideen und Anregungen werden gern entgegengenommen. Zumal 2016 mit der 25. Auflage der Gfa ein Jubiläum bevorsteht. Wenn es in die heiße Planungsphase im Frühjahr geht, ist wieder Kreativität gefragt.

Viola Tiepelmann ist diesbezüglich äußerst zuversichtlich. "Das ist ein vertrauensvolles Miteinander, das funktioniert." Mit diesen Worten beschreibt sie die Vorbereitung und Durchführung, wobei auf ein "super tolles Team und viele fleißige Hände" gesetzt werden kann. Nicht nur vom Bauhof und aus der Stadtverwaltung fließt reichlich Energie in das Projekt, sondern ebenfalls von Seiten der Kreishandwerkerschaft. Nicht zu vergessen sind die Firmen und Betriebe, Dienstleister und Vereine, die den Grundstock für die Messe bilden. "Rund 75 Prozent sind Stammaussteller", weiß Viola Tiepelmann. "Sie bilden die tragende Säule und sind sehr wichtig." Gleichzeitig erzählt sie, dass viele der diesjährigen Aussteller mit der Ankündigung den Schlossgarten verlassen haben, wieder zu kommen. "Die Handwerker und Versicherungen haben gute Gespräche geführt." Das hohe Niveau, das die Gfa auszeichnet, sei ebenfalls gelobt worden. Zugleich stellt es die Aussteller vor die Herausforderung, ansprechende Stände zu gestalten und dort mit kompetentem Fachpersonal vor Ort zu sein.

Ein positives Feedback gab es zudem für den Ausstellerabend. Ein besonderes Lob richtet Viola Tiepelmann da noch an die Ensembles der Kreismusikschule "Johann Friedrich Fasch", die mit ihren tollen Einlagen begeistert haben. Unterdessen nutzt Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) die Gelegenheit, um allen Ausstellern ausdrücklich für ihre Teilnahme an der Gewerbefachausstellung zu danken.