Zerbst l Ein Arbeitsmarkt für alle, das ist ein Ziel von Inklusion. Ob ein Bewerber ein Handicap hat oder nicht, soll bei der Besetzung eines vakanten Arbeitsplatzes keine Rolle spielen. So steht es in der UN-Behindertenrechtskonvention. Auch Deutschland stehe in der Pflicht und damit auch der Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Schon zahlreiche Unternehmer gehen mit guten Beispiel voran", heißt es in einer Mitteilung des Jobcenters - Kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts für Beschäftigung und Arbeit des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (KomBA-ABI). Doch noch viel zu viele würden sich davor scheuen, einen Menschen mit einem Handicap einzustellen. So waren im März mehr als 200 Menschen mit Handicap im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ohne Arbeit. Dabei gehe es um Menschen, die trotz ihrer Behinderung erwerbsfähig sind. Ein Großteil der Betroffenen verfüge über einen Schul- und Berufsabschluss. "Es kann nicht sein, dass angesichts eines zunehmenden Fachkräftemangels gut ausgebildete Menschen auf Grund ihrer Behinderung zu Hause sitzen, während Unternehmen zum Teil erhebliche Umlagen zahlen, eben weil sie die gesetzlich vorgegebene Quote von Mitarbeitern mit Behinderung nicht erfüllen", erörtert Volker Krüger, Vorstand des Jobcenters KomBA-ABI. Als Gründungsmitglied des "Regionalen Netzwerkes Inklusion des Landkreises Anhalt-Bitterfeld" sehe das Jobcenter KomBA-ABI Handlungsbedarf. Derzeit würden Ideen zusammengetragen werden, um Informationslücken zu schließen und Unternehmen und Menschen mit Handicap zusammenzubringen. "Ein erster Schritt ist, explizit Unternehmen, die ihre Personaldecke aufstocken wollen, einzuladen, Menschen mit Handicap eine bis zu dreimonatige Probebeschäftigung zu ermöglichen. Hierfür werden alle Lohn- und Lohnnebenkosten von uns übernommen", erklärt Volker Krüger.

Interessierte Unternehmen können sich an das Jobcenter KomBA-ABI, unter Telefon 03493/516 82 10, wenden.