Nutha. Am Montag findet die Bauanlaufberatung zur Sanierung des südlichen Teils des Großen Winkels in Nutha statt. Über den Termin hat Ortsbürgermeisterin Sylvia Rothe vorgestern Abend im Ortschaftsrat informiert. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Jahres stand die Beratung des Haushaltsplans für 2010, in dem sich der Ausbau der Kopfsteinpflasterstrecke zwischen Kornmuseum und der Straße " Zum Anger " als Investition wiederfindet. Wie Regina Werner aus der Kämmerei erläuterte, sind 61 100 Euro als Ausgabe eingestellt, die in Form der Fördermittel wieder als Einnahme zurückfließen. Nicht sichtbar in dem Etat-Auszug waren die Mittel, die bereits 2009 für den Straßenbau eingestellt worden waren, bislang wegen der ausstehenden Umsetzung aber nicht ausgegeben wurden. Wie Regina Werner darlegte, wurde ein Haushaltsausgaberest über 67 500 Euro, die nach wie vor für die Maßnahme zur Verfügung stehen, gebildet.

Nicht sagen konnte sie indes, ob für die Feierhalle von Niederlepte noch Gelder vorhanden sind. Ende 2009 hatten die Ratsmitglieder 5 000 Euro für die Instandsetzung des Gebäudes bereitgestellt. Sie verständigten sich darauf, dass als allererstes das Dach saniert wird. Sollte von der veranschlagten Summe etwas übrigbleiben, sollte dies für eine neue Eingangstür verwendet werden. Es sei nur das Geld zum Begleichen der Rechnung für die Dacherneuerung überwiesen worden, informierte Regina Werner. Von einem Restbetrag konkret für die Feierhalle wusste sie nichts. Dass dieser nun verloren ist, glaubte Carola Stein nicht. " Wir haben das Geld ja nicht ausgegeben ", konstatierte sie. " Wenn wir die Tür in Auftrag geben, dann müssen wir die Mittel aus der Rücklage nehmen ", schlussfolgerte Bernhard Rothe. Unterdessen versprach Sylvia Rothe, den Sachverhalt zu klären.

Rücklage schrumpft auf 5 300 Euro

Rund 7 000 Euro befanden sich zum Jahresende 2009 in der Rücklage der neuen Zerbster Ortschaft. Dem " Sparschwein " werden 1 700 Euro entnommen, um den Nuthaer Teilhaushalt für 2010 auszugleichen. So werden für den Winterdienst aufgrund des starken Winters zusätzlich 500 Euro benötigt. Für die Bodensonderung fallen weitere 1 000 Euro an, während für die Gewerbesteuerumlage 100 Euro mehr zu zahlen sind als kalkuliert. Und während 400 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen für die Stromkosten des Gemeindehauses eingeplant wurden, werden bei den Heizkosten für das Nuthaer Kornmuseum 300 Euro eingespart, wie Regina Werner ausführte. " Also haben wir nur noch 5 300 Euro in der Rücklage ?", hakte Carola Stein nach. " Ja ", bestätigte die Mitarbeiterin der Kämmerei. Da müssten sie künftig eng haushalten, gab Carola Stein zu bedenken, dass das Finanzpolster rasch aufgebraucht sei, wenn der Straßenbau teurer werde.

Bernhard Rothe vermisste die Bauhofkosten in den Nuthaer Haushaltsansätzen. Diese sind im Gesamthaushalt der 24 Ortschaften umfassenden Einheitsgemeinde Zerbst integriert, wie Regina Werner erklärte. " Und das Geld vom Land geht jetzt auch an die Stadt ", bedauerte Bernhard Rothe. Bis jetzt habe die Gemeinde die Investitionsmittel erhalten und verwenden können, fand er, dass sie sich doch bloß " verkauft " hätten. Regina Werner hielt entgegen, dass die Landeszuweisungen mit in die Kitas und Grundschulen fließen, die sich nun ebenfalls im großen Haushalt der Stadt wiederfinden.

Mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung bestätigte der Nuthaer Ortschaftsrat den Teilhaushalt.