Lindau ( mla ). Das Gebäude der Lindauer Grundschule an der Burg ist saniert und farbenfroh gestaltet. Keiner, der sich dort nicht wohlfühlen könnte. Das Haus hat bloß einen Nachteil : Für die Anforderungen einer musik- und sportbetonten Grundschule mit Integrationsklassen ist nicht genügend Platz vorhanden. Ihre Schule und Verbesserungswünsche stellte Schulleiterin Margitta Sens dem Ortschaftsrat vor. Insgesamt besuchen 81 Mädchen und Jungen die Schule. Sie werden von sechs Stammlehrern und acht Gastlehrern unterrichtet.

Im ersten Halbjahr habe es keine einzige Woche gegeben, an der die volle Lehrerbesetzung zur Verfügung gestanden hätte. Die Kollegen seien jedoch bemüht, den Ausfall so gering wie möglich zu halten, informierte die Schulleiterin, die auch Klassenlehrerin ist. " Ich bin froh über meine engagierten Lehrer, dass wir das so hinkriegen. "

Gerade für eine Schule, die nicht doppelzügig sei, stellten die Integrationsklassen eine besondere Herausforderung dar. So muss manchmal gleichzeitig der Unterricht für eine Klasse im Verband, in einer kleineren Gruppe und einzeln stattfinden. Das heißt, statt einem Raum werden drei benötigt. Die Schule stößt an ihre Kapazitätsgrenzen.

Kinder mit Defiziten, die eine extra Betreuung benötigen, sind oftmals auch verhaltensauffällig. Aggressionen, Unter-dem-Tisch-Verschwinden und Daumenlutschen nannte Margitta Sens als Beispiele. Ein Raum, wo die Kinder ihre Aggressionen loswerden können, wäre hilfreich. Für den Anfang würde auch ein Boxsack helfen ...

Der große Teil der Lindauer Grundschüler sei hochmotiviert. Mit den Eltern finde eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit statt, und der Förderverein sei sehr engagiert.

Der Schule fehle eine Aula, wo alle Kinder und ein Teil der Eltern hineinpassen. Benötigt wird auch ein Ruheraum : " Was denken sie, wie kaputt die Kinder nach der fünften Stunde sind ?" Der Musikraum sollte vom Dach- ins Erdgeschoss ziehen können. Zur Musik gehörten Tänze. Derzeit bekommt die Klasse unter dem Musikraum jeden Tanz mit.

Für die AG Gesunde Ernährung wäre eine Küche hilfreich. Und für den Kunstunterricht würde ein Raum gebraucht, in dem man das Arbeitsmaterial liegen lassen kann und nicht immer alles wegräumen muss.