Ist der Zugang zum Internet mittlerweile tatsächlich so wichtig wie Strom, Wasser, Bus und Bahn ? Für vielleicht ein Drittel der Bevölkerung sind die virtuellen Verlockungen ein gern genutzter Zeitvertreib geworden. Für andere ist die weltweite Verkabelung längst Arbeitsplatz. Ja, Internetzugang sollte als Teil der Daseinsvorsorge gelten. Doch derzeit bestimmen die Kosten, wann sich wo welche Versorgung einstellt – und durch den Zufall gesteuert, dass viele oder wenige Kunden nah beieinander wohnen.

Zunehmend sehen sich Kommunen in der Pflicht, Unternehmen ein Geschäft. Die Bahn zum Beispiel bietet ihr Firmenkommunikationsnetz an, die Telekom als der Platzhirsch sowieso. Andere wollen lokale Netze errichten. Die Stadtwerke Köthen zum Beispiel rechnen das gerade durch.

Es wird diese vielen kleinen Anbieter brauchen. Experten meinen, 40 Milliarden Euro wären nötig, um Deutschland auf das hochleistungsfähige Glasfaserkabel umzustellen. Ohne dieses Kabel bleibt das Ziel, bundesweit bis 2015 durchweg 50 000-er Volumen bereitzustellen, utopisch.