Lindau. Ganz abhaken müssen die Anwohner der Deetzer Straße in Lindau die Verbesserung der Straßenverhältnisse vor ihrer Haustür nicht. Zwar hat sich der Ortschaftsrat auf seiner jüngsten Zusammenkunft mit großer Mehrheit für einen Ankauf des Schulgeländes ausgesprochen, um unter anderem dem Platzmangel in der Grundschule an der Burg entgegentreten zu können. Ist Lindau aber nicht in der Lage, das Projekt gegenüber der Stadt Zerbst, deren Ortsteil Lindau seit Jahresbeginn nun nur noch ist, durchzusetzen, bleibt als Variante B immer noch der Straßenbau übrig. Für beide Vorhaben reichen die Rücklagen der ehemaligen Stadt nicht.

Ursprünglich hatte an der Deetzer Straße gemeinsam mit der Goethestraße und Bahnhofstraße schon vergangenes Jahr gebaut werden sollen. Daraus wurde allerdings nichts, weil sich der Aufwand und die Kosten der Goethestraße aufgrund des ungeahnt maroden Regenwasserkanals deutlich erhöht hatten.

In der Deetzer Straße muss der desolate Regenwasserkanal ebenfalls erneuert werden. Das hatte eine Kamerabefahrung eindeutig ergeben. Der Fußweg soll in ortstypischer Weise saniert werden und die Fahrbahn eine Kosmetik in Form einer vier Zentimeter hohen Bitumschicht erhalten. Abgefräst werden kann vom jetzigen Belag nichts, da kein Unterbau vorhanden ist.

Für die Sanierung der Deetzer Straße sind Fördermittel über das Dorferneuerungsprogramm beantragt worden. Ein unterschriebener Vertrag mit dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld liegt vor. Dieser ist als Straßenbaulastträger für die Reparatur der Fahrbahn zuständig ist.

Unabhängig davon, ob unter Umständen in diesem oder nächsten Jahr Baustart sein könnte, soll demnächst eine Einwohnerversammlung stattfinden, auf der das Vorhaben detailliert vorgestellt wird.