Zerbst. Der Beginn der " Sicherungsmaßnahme III " ist das größte Vorhaben des Fördervereins Schloss Zerbst in diesem Jahr. Mit einem Gesamtvolumen von 500 000 Euro soll der Ausbau des südlichen Bereichs des Schlossflügels in Angriff genommen werden. Darüber informierten Fördervereinsvorsitzender Dirk Herrmann und die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, Jana Reifarth, am Freitag in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins.

Seit Bestehen des 2003 gegründeten Fördervereins sind bisher vier Sicherungsmaßnahmen am Baudenkmal realisiert worden, zuletzt die " Sicherungsmaßnahme V " mit einem Umfang von 75 000 Euro. Damit erfüllt der Förderverein eines seiner wichtigsten Satzungsziele, den Erhalt des verbliebenen Ostflügels des Zerbster Schlosses.

Mit der jetzt geplanten " Sicherungsmaßnahme III " sollen vor allem weitere Zwischendecken auch im südlichen Teil des Schlossflügels und ebenfalls dort eine vor zerstörenden Witterungseinflüssen schützende Dachkonstruktion entstehen.

Die entsprechenden Fördermittel, so die beiden Vorstandsvertreter, sind beim Land, bei der Lotto-Toto Sachsen-Anhalt GmbH, bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld und bei der Stadt Zerbst beantragt. Dazu kommen Eigenmittel des Fördervereins. Bei der jüngsten Sicherungsmaßnahme waren es allein 12 000 Euro.

Neben der Bedeutung für das historische Denkmal sei das Zustandekommen des Vorhaben auch wichtig für Zerbst, so Jana Reifarth. Bei allen bisherigen Arbeiten haben vor allem Unternehmen aus der Stadt und dem unmittelbaren Umland beauftragt werden können.
( Die Volkstimme berichtet noch von der Jahreshauptversammlung. )