Ihr in der Reihe " Archivbilder " 2008 erschienener Erstling " Zerbst / Anhalt " ist in der zweiten Auflage noch erhältlich. Intensiv arbeiten Helmut Hehne und Heiko Röder derweil an ihrem zweiten Buch. " Zerbst / Anhalt : Zeitsprünge – Eine Stadt verändert sich " soll im Juli dieses Jahres auf den Markt kommen.

Zerbst. " Ich warte dringend auf besseres Wetter ", wirft Heiko Röder einen flehenden Blick durchs Fenster ins Winter-Grauweiß. " Sowie der Schnee weg ist und die Knospen kommen, gehe ich auf Fotosafari ", erklärt er. Es braucht noch einiges an aktuellen Aufnahmen für das neue Buch der beiden Hobby-Historiker Hehne und Röder.

Auf 80 Seiten mit 80 Bildpaaren werden Zerbster " Zeitsprünge " nachvollziehbar sein, wird erkennbar, wie sich die Stadt verändert hat. Pro Seite immer eine historische und eine aktuellere oder ganz aktuelle Aufnahme. " Das wollen die Leute, Bilder sehen, auch solche Gegenüberstellungen ", sagt Helmut Hehne und verweist auf manches schon sortierte Fotopaar. Etwas Text wird es dazu jeweils auf den Seiten geben. Etwas mehr Text als im ersten Buch. Auch das ist eine Reaktion auf die Resonanz, die sie bei aller Anerkennung und Nachfrage dazu ebenfalls bekamen.

" Zu 90 Prozent

selbst fotografiert "

" Zerbst / Anhalt ", das erste Buch von Heiko Röder und Helmut Hehne, ist im Juli 2008 im Erfurter Sutton Verlag erschienen. Mehr als 200 Fotografien auf 127 Seiten dokumentieren Zerbster Leben zwischen 1900 und 2000. Bereits im Oktober 2008 ging die zweite Auflage in den Verkauf.

Das neue Buch wird nun eben keine bloße Fortsetzung, sondern anders gestaltet. Dennoch stehen auch hier die Fotografien im Mittelpunkt. In sechs Rubriken unterteilen die Autoren die Veröffentlichung. Unter anderem heißen die " Zu den Straßen unserer Stadt ", " Alte und neue Gebäude und ihre Menschen " oder " Sport, Kultur und Freizeit ".

Da gibt es zum Beispiel das erstaunlich scharfe Foto aus dem Jahr 1920, das eine Sportstunde in der Schulturnhalle an der Dessauer Straße zeigt. Ein Pendant aus der Heute-Zeit soll dazukommen. Eine anderes Bilderpaar zeigt Kutschen mit Darstellerinnen Katharinas II. und ihres Hofstaates zur Zerbster 1000-Jahr-Feier 1949 und zur 1050-Jahr-Feier 1998. Die Pferdebahn zu verschiedenen Zeiten wird abgebildet. Vieles andere mehr. Neben zahlreichen Fotografien mit Menschen gibt es ebenfalls Gebäude- und Stadtansichten. " Und wir versuchen auch, das Zerbster Umland mit zu berücksichtigen ", verweist Helmut Hehne unter anderem auf Darstellungen der Raststätte Jütrichau historisch und heute oder vom Stiefelknecht, an dem es einst eine Gaststätte gab und heute ein Windrad steht.

Was Heiko Röder und Helmut Hehne für ihre Buchprojekte nützt, ist neben dem großen Interesse und Wissen um die Zerbster Geschichte auch die nicht minder große Leidenschaft fürs Fotografieren.

" Auch Umland wird

berücksichtigt "

Zu 90 Prozent, erzählen beide, wird das im Buch zu sehende Bildmaterial " selbst fotografiert " sein. Daneben gibt es Bilder, die ihnen von anderen Leuten zur Verfügung gestellt werden oder sie stöbern in antiquarischen Buchhandlungen oder in Internetauktionshäusern.

Aus dem reichen Fotoschatz der beiden und ihrem Reservoir historischer Postkarten ist vor fünf Jahren die erfolgreiche Internetseite www. alt-zerbst. de entstanden. Und aus der Seite die Idee zu den Büchern.

Während Heiko Röder und Helmut Hehne bis zum Materialabgabe-Termin für die Zerbster " Zeitsprünge " noch gut zu tun haben, machen sie dennoch schon auf die Buchpräsentation neugierig. " Wir wollen versuchen, dazu dieses Mal auch einige Zeitzeugen einzuladen. "