Mit der Entschlammung des Kreisteichs und der Zukunft der Ortsbibliothek hat sich der Biaser Ortschaftsrat am Montagabend im Rahmen der Haushaltsberatung beschäftigt. Zugleich nutzte Ortsbürgermeister Manfred Hönl die erste Sitzung in diesem Jahr, um auf die durchgeführten Maßnahmen in 2009 zurückzublicken.

Bias. Im diesjährigen Haushaltsplan der Stadt Zerbst, zu der Bias gehört, sind 9200 Euro für die Entschlammung des Kreisteichs veranschlagt. " Die Gelder kommen von der Stadt ", bemerkte Manfred Hönl hinsichtlich der Finanzierung der Investition. Zugleich regte der Ortsbürgermeister an, sich im Vorfeld der dringend notwendigen Teichsanierung noch mal mit allen Verantwortlichen zu treffen, " um an Ort und Stelle zu diskutieren, was passieren soll ". Sein Vorschlag stieß durchweg auf Zustimmung unter den vollständig anwesenden Mitgliedern des Ortschaftsrats. Sie überlegten, den Termin – anvisiert ist der April – gleich mit einer Ratssitzung zu verbinden.

Die Zukunft der Ortsbibliothek war ein anderes Thema, das Manfred Hönl ansprach. Die beiden Mädchen, die sich bislang um die Bücherausleihe in Bias kümmerten, schließen demnächst die Schule ab und nehmen dann ein Studium auf, wie er erläuterte. " Was machen wir dann ? Wollen wir es dann erst mal ruhen lassen ?", wandte sich der Ortschef an seine Ratskollegen. " Es gibt kaum Benutzer ", gab er zu bedenken, dass der Zuspruch sehr gering ist. Die Schließung der Ortsbibliothek sei zwar ein " kleiner kultureller Verlust, aber wenn ‘ s keiner nutzt ", war Christoph Hönl für die Auszeit. Das sahen die anderen genauso. Aus dem Grund werden nun statt der bisherigen 120 Euro Bewirtschaftungskosten für das halbe, vorerst noch geöffnete Jahr eben nur 60 Euro im Finanzplan eingestellt. Manfred Hönl bemerkte abschließend, dass er sich bei der Stadtbibliothek in Zerbst erkundigen werde, was man im Fall der Biaser Bibliothek unternehmen könne.

Situation verbessern an Straße Bias–Pakendorf

Wie er ausführte, stehen dem Ortschaftsrat für dieses Jahr nicht mehr 3000, sondern 2940 Euro zur Verfügung. Der Grund ist die auf 196 gesunkene Einwohnerzahl. Zugleich nutzte Manfred Hönl die Sitzung, um darzulegen, wofür die Mittel des ländlichen Brauchtums im vorigen Jahr ausgegeben worden sind. So erhielten die vier Biaser Vereine jeweils einen Zuschuss über 150 Euro. Das Dorffest schlug mit 636 Euro zu Buche und die Kinderweihnachtsfeier mit 127 Euro, um weitere Beispiele zu nennen. In Anschaffungen für das Gemeindehaus flossen insgesamt 763 Euro. Dafür wurden unter anderem neue Teller, eine Flurgarderobe und ein Kopierer gekauft. Zudem wurde in das alte Trafo-Haus investiert. Das Gebäude soll künftig als Unterstellmöglichkeit dienen. Deshalb ist der Fußboden betoniert worden.

Das war allerdings nicht alles, was 2009 realisiert wurde. Genau 6642, 60 Euro kosteten die fünf zusätzlichen Straßenlaternen, die seit Silvester für eine verbesserte Beleuchtung in Bias sorgen. " Das haben wir aus unserer Rücklage bezahlt ", berichtete Manfred Hönl.

" Das ist optisch in Ordnung ", bezog er sich auf die Trauerhalle, die innen und außen renoviert worden ist. Ausgebessert wurde auch der Mühlweg. " Da wollen wir im Frühjahr noch etwas machen ", erklärte Manfred Hönl. Er informierte ebenfalls, dass die Hakenlöcher der Betonplatten auf dem Verbindungsweg zwischen Bias und Pakendorf in diesem Jahr zugemacht werden sollen. Daneben wird über weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Straßensituation nachgedacht, wie der Ortschef ausführte.