Nedlitz. Auf ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr befassten sich die Nedlitzer Bürgervertreter mit dem Finanzplan für 2010. Kerstin Gudella von der Stadtverwaltung ging mit ihnen am Montagabend die Zahlen durch, die die Ortschaft betreffen. Wie sie erläuterte, werden die einzelnen Beträge in den Haushalt der Einheitsgemeinde Zerbst integriert, zu der Nedlitz seit dem 1. Januar gehört. Dieser Gesamtetat weist ein Defizit von 3, 4 Millionen Euro auf : 1, 1 Millionen Euro bringen die Gemeinden der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe ein, 2, 3 Millionen die Stadt. Der Grund sind geringere Zuweisungen vom Land in Folge des neuen Finanzausgleichsgesetzes und sinkende Gewerbesteuereinnahmen.

Für die Ortschaften bedeutet das, dass nur die Maßnahmen im Haushaltsplan eingestellt werden, für die die Mittel vorhanden sind. Im Fall von Nedlitz sind das 11 200 Euro für die Bordanlage der Lindenallee, die als Zuschuss an den Landkreis fließen, wenn dieser die Straße saniert. Des Weiteren schlagen die Bescheide für den Abwasseranschluss des Bürgerhauses und des Eckernkamp mit insgesamt 8 300 Euro zu Buche. Den Ausgaben stehen Einnahmen über 52 300 Euro gegenüber. Zum einen handelt es sich da um noch ausstehenden Fördermittel für die Dorfplatzgestaltung in Höhe von 33 300 Euro. Zum anderen sind 19 000 Euro an Straßenausbaubeiträgen für die 2009 durchgeführten Maßnahmen veranschlagt.

Alle Ausgaben für die freiwilligen und die Pflichtaufgaben der Ortschaft entsprechen fast vollständig den Hauhaltsansätzen, die bereits im Gebietsänderungsvertrag festgehalten wurden. So stehen 3 000 Euro für Dorffeste und 3 500 Euro zur Unterstützung der Vereine zur Verfügung. Zu den Ausnahmen gehört der Winterdienst, für den aufgrund des ungewöhnlich starken Winters 800 Euro mehr eingeplant sind. Auch die Stromkosten für den Sportplatz wurden wegen des neu errichteten Blockhauses vorsorglich um 1000 Euro erhöht, um ein weiteres Beispiel zu nennen.

Wie Kerstin Gudella ferner ausführte, hat die Nedlitzer Jahresrechnung für 2009 einen Fehlbedarf im Verwaltungshaushalt über gut 49 000 Euro ergeben. Davon müssen in diesem Jahr 30 200 Euro beglichen werden, der Rest ist 2011 fällig.