Tief " Daisy " bescherte auch der Region Zerbst massenhaft Schnee. Während die Haupt-Verkehrsstraßen beräumt und gesalzen werden, türmt sich in den Nebenstraßen der Schnee wie Treibsand. Gerade die Müllwerker der Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke bekommen dies mit frostigen Geschehnissen zu spüren.

Zerbst. Die kommunalen Straßen in Zerbst wie auch in den Ortsteilen bescheren den Müllwerkern der Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke dieser Tage erhebliche Probleme. " Gefegte Fußwege, dann kommt ein riesen Schneeberg am Straßenrand und dann eine enge, unbehandelte Fahrbahn. Da bleiben unsere Fahrzeuge stecken ", schüttelt Günter Alarich den Kopf. Seit Sonnabend, also seit " Daisy " regiert, kommen die schweren Müllfahrzeuge nur ganz schlecht vom Fleck. " Unsere Leute müssen vereiste Deckel von Mülltonnen öffnen, müssen sich den Weg bis an die Müllcontainerstandorte selbst freischaufeln, sie müssen die Deckel von den Rollcontainern von Schnee befreien, weil sie sonst klemmen. Schlimm ist auch, dass viele Mülltonnen hinter den Schneehaufen stehen, also von unseren Leuten drübergehoben oder gezerrt werden müssen. Das geht doch so nicht !" Alarich muss die Fahrzeugbesatzungen aufstocken.

Doch auch die Abholer von gelben Tonnen, gestern beispielsweise auch in Lindau, haben es nicht leicht. " Die fahren sich andauernd fest, weil die Nebenstraßen nicht geräumt sind. " Und setzen Zeit zu, wenn sie den Laster freischippen, Decken oder Bretter unter die Räder schieben. An der Zufahrt zur Neuen Sorge unfreiwilliger Zwischenstopp. Das Auto hing hoffnungslos schräg in der Böschung. Ein Traktor half hinaus.

Für eine ordnungsgemäße Leerung von gelben, blauen, braunen oder schwarzen Tonnen sei es nötig, " dass die Tonnen und Container erreichbar sind. Wir können auf keinen Fall riskieren, ständig in irgendwelchen Nebenstraßen steckenzubleiben ", appelliert Alarich an Winterdienste, Eigenheimbesitzer und Vermieter. Schlimmstenfalls bleiben Tonnen ungeleert und müssen nachträglich erneut angefahren werden.