Zerbst. Ungebrochen ist das Besucherinteresse an den Zerbster Kulturfesttagen. Das macht das erste Resümee der vergangenen vier Wochen des 45. Jahrgangs deutlich. Etwa 2100 Gäste hatten die angebotenen 26 Einzelveranstaltungen und sechs Ausstellungen.

Dass dies auf den ersten Blick weniger Besucher sind als die in den vergangenen Jahren gezählten 2500 bis 2800, " hängt mit einer Umbewertung des Programms zusammen ", erklärt der Zerbster Kulturamtsleiter Andreas Dittmann. Von Agenturen durchgeführte Veranstaltungen, die im Kulturfesttage-Zeitraum stattfanden, wurden nicht mehr zu den Kulturwochen gezählt und schlugen sich somit auch nicht mehr in der Besucherstatistik nieder. Das betrifft zum Beispiel die Revue " Zauber der Travestie " in der Zerbster Stadthalle. " Beachtet man dies, sind die Besucherzahlen nahezu identisch ", schätzt der Amtsleiter ein.

Die Jubiläums-Kulturfesttage hatten ein außerordentlich vielfältiges Programm. " Wiederum war, wie auch in den Vorjahren, die Resonanz zu den einzelnen Veranstaltungen allerdings differenziert ", blickt Andreas Dittmann auf die Lesungen, Konzerte, Vorträge und mehr von der Vernissage zur Personalausstellung " Sprünge " von Christiane Budig und Walentina Wachtels Klavierkonzert zur Eröffnung bis zum Abschluss am Sonntagabend mit dem Mitteldeutschen Salonorchester ( siehe auch dritte Lokalseite ) zurück.

So hätten das Konzert zum zehnjährigen Bestehen des Zerbster Gospelchores und die Veranstaltungen der Schulen zu den besucherstärksten Festtage-Angeboten gehört. Andererseits sei zum Beispiel die Benefizgala " ABI singt " wohl auch durch die verringerte Zahl der teilnehmenden Chöre " anders als im Vorjahr besucht gewesen ".

Nicht nur mit der Ausstellung " Junge Kunst in Anhalt " im Francisceum wirken die 45. Zerbster Kulturfesttage über ihren eigentlichen Zeitraum hinaus. Wie erstmals im vergangenen Jahr werde es, so Kulturamtsleiter Dittmann, ein Folgeprojekt auch zur Hobbyausstellung im Museum geben. Die besten dort gezeigten Schülerarbeiten werden noch einmal für vier Wochen im Zerbster Rathaus zu sehen sein.