Ende August soll es erstmals ein " Zerbster Seniorenfest " geben. Senioren-relevante Institutionen, Einrichtungen, Verbände und Geschäftsleute können an dem Tag mit Informations- und Kommunikationsständen auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Ein kulturelles Angebot soll den Tag abrunden. Bürgermeister Helmut Behrendt hat die Schirmherrschaft übernommen.

Zerbst. Voraussichtlich am 31. August wird in Zerbst eine Premiere stattfi nden. AOK-Regionalleiterin Jutta Peters hat Kultur- und Sozialamtsleiter Andreas Dittmann sowie Bürgermeister Helmut Behrendt mit der Idee eines Seniorentags infiziert. Das Vorhaben hat ein Vorbild – den Bitterfelder Seniorenmarkt, der am 5. Mai zum bereits fünften Mal stattfi nden wird.

In Zerbst soll es ein Seniorenfest werden, aber möglichst auf dem Markt stattfi nden. " Das wäre aus verschiedenen Gründen sehr schön. Zum einen hat es der Markt mehr als verdient, wenn er nach seiner Umgestaltung auch möglichst häufig bespielt wird. Zum anderen ist er bestens für das Seniorenfest geeignet, denn alle Voraussetzungen für den Aufbau von Ständen und einer Bühne sind hier gegeben ", so Dittmann. Sollte der Markt jedoch bis zum anvisierten Termin nicht fertig sein, könne problemlos auf Schloßfreiheit und Alte Brücke ausgewichen werden.

Bislang, so Bürgermeister Helmut Behrendt, seien die jährlich drei Fest-Höhepunkte für die Seniorenschaft mehr oder weniger kompakte Veranstaltungen im Katharina-Saal der Stadthalle. " Mit dem Seniorenfest gehen wir in die breite Öffentlichkeit. Es wird für jedermann zugänglich sein, es wird kostenlos sein. Und wir glauben, dass so auch eine sehr gute Möglichkeit zum Austausch zwischen den Generationen entsteht. "

Der Bürgermeister rechnet fest mit Zusagen aus den Kindertagesstätten, der Volkssolidarität sowieso, von DRK, Paritätischem und Diakonie, aber auch der Optiker, Apotheker oder auch Modeboutiquen. " Im Anschluss an das große Festwochenende 1. / 2. Mai werden wir die konkreteren Vorbereitungen angehen. Das wird sicherlich mit einem allgemeinen Anschreiben und der Anregung zum Mitmachen beginnen ", blickt Dittmann voraus. " Wir werden sicherlich auch etwas genauer hinschauen, wie die Bitterfelder ihren Seniorenmarkt aufziehen. Man muss ja nicht alles neu erfi nden, und dort läuft das prima, wie uns schon mehrfach mitgeteilt wurde. "

Das Seniorenfest wird sich " auf jeden Fall an alle Senioren wenden, somit natürlich auch an die in den Ortsteilen. Wir unterscheiden da nicht ", meint Dittmann grundsätzlich auf Nachfrage, wie man denn die Senioren aus den Dörfern am Fest beteiligen wolle. " Es wird Kontakte zur Volkssolidarität geben, denn wir wissen, wie intelligent dort Fahrgemeinschaften organisiert werden. Und wir werden mit dem Nahverkehrsunternehmen reden ", erklärte der Bürgermeister. " Auf jeden Fall wird es ein Seniorenfest für alle Senioren. "

Das Vorhaben soll zugleich ein " erstes großes Projekt für den entstehenden Stadtseniorenbeirat werden ", erklärt Andreas Dittmann. Jüngst wurde im Stadtrats-Fachausschuss grünes Licht für diese neue Institution gegeben, gleiches dürfte im Stadtrat erfolgen. " Die Stadt wird Träger des Stadtseniorenfestes sein. Soviel steht fest. Bei der Organisation und Durchführung setzen wir dann aber auf das Mittun gerade auch des Stadtseniorenbeirates. "

Jutta Peters, die AOK-Regionalleiterin der Region Anhalt-Zerbst / Köthen, schließlich findet, dass es " eigentlich nie genug Möglichkeiten geben kann, wo sich die Senioren generationsübergreifend treffen können ". Ebenso sei es durchaus legitim und in dem Fall sogar förderlich, wenn beispielsweise die AOK auf derartigen Wegen ihre Versicherten trifft. Deshalb, so Peters, sei das keinesfalls eine Werbe- und Verkaufsveranstaltung und schon gar nicht auf die AOK beschränkt. " Bei dem Seniorenfest wird jeder seine Möglichkeiten zur Präsentation bekommen ", versicherte Dittmann. Nur so könne schließlich ein tatsächlich breites Angebot an Tipps, Hinweisen, Informationen, aber auch Unterhaltung, Kommunikation und Beratung ermöglicht werden.

Das " 1. Seniorenfest " soll bewusst an einem Wochentag veranstaltet werden. Noch ist vieles nicht festgelegt, beispielsweise fehlt noch der " Fest-Knaller ". In Bitterfeld wird aktuell zum dortigen Seniorenmarkt ein Wettbewerb um den " längsten Rührkuchen " entbrennen. " Mal sehen, was den Zerbstern als Wettbewerbsidee einfällt. Auch dazu werden wir uns erkundigen ", freut sich der Kulturamtsleiter.