"Was Vögel futtern" – das ist der Titel des neuen Buches von Dr. Ernst Paul Dörfler. In dem reich bebilderten Werk gibt der bekannte Naturschützer interessante Einblicke in die Speisekarten und Tischsitten der gefiederten Gesellen. Locker und humorvoll erzählt er von Körnerfressern und Insektenvertilgern, Gourmets und Kannibalen. Er belegt, dass Liebe bei den Vögeln genaus durch den Magen geht wie bei den Menschen und verrät das Geheimnis des Schlankseins.

Steckby. "Sprich nicht mit vollem Mund!" Wer hat den Satz nicht schon gehört? Den Amseln zumindest ist diese Tischsitte völlig fremd. "Sie singen sogar mit vollem Schnabel", weiß Dr. Ernst Paul Dörfler. Auch das mit dem Stillsitzen beim Essen klappt bei vielen gefiederten Gesellen gar nicht. Und die Fischfresser unter ihnen müssen ihre Nahrung nunmal runterschlingen.

Ansonsten allerdings gibt es durchaus Parallelen zwischen den Umgangsformen der Menschen und denen der Vögel. Bei beiden geht die Liebe durch den Magen. Wer zum Beispiel das Herz eines Bienenfresser-Weibchens erwärmen möchte, sollte nicht ohne ein köstliches Geschenk auftauchen. Gemeinsamkeiten lassen sich ebenfalls beim Blick auf die Essensgewohnheiten entdecken. Hier und da finden sich Fleischfans und Vegetarier oder anspruchsvolle Gourmets. "Vögel sind durchaus wählerisch", betont Dörfler schmunzelnd.

Locker und humorvoll erzählt der bekannte Naturschützer in seinem neuesten Werk "Was Vögel futtern", was täglich auf der Speisekarte der Meister der Lüfte steht. Über 150 heimischen und 100 Gastvogelarten hat er dabei auf den Teller geschaut. So kann er in seinem Buch nicht nur von Eiergerichten, Geflügelrezepten und Körnermahlzeiten berichten. "Auch das Geheimnis des Schlankseins wird gelüftet", bemerkt Ernst Paul Dörfler, ohne jedoch mehr zu verraten.

Neben den kulinarischen Bedürfnissen lernt der Leser auf den 96 Seiten eben auch die speziellen Tischsitten der gefiederten Gesellen kennen. Auf unterhaltsame Weise schildert Dörfler die verschiedenen Verhaltensweisen der Vögel. Der Eichelhäher beispielsweise legt sich für schlechte Zeiten eine "Speisekammer" an. Gerade in schneereichen Wintern haben einige Vögel Schwierigkeiten, Futter zu finden. Wie der Mensch ihnen da am besten sozusagen unter die Flügel greifen, wie er ihnen gar ein Vogelparadies schaffen kann, erklärt Ernst Paul Dörfler ebenfalls.

Denn eines seiner Anliegen ist es zu vermitteln, wie man den einzigartigen Geschöpfen ganz praktisch helfen kann. Zum anderen möchte er die Menschen mit seinem Buch neugierig machen auf die Welt der Vögel und sie damit zu eigenen Erkundungstouren motivieren. "Ich lade alle ein, in die Natur zu gehen, zu beobachten und zu lernen." Seine Bücher sollen den Leuten als Wegweiser dienen, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu entdecken.

Deshalb schreibt Ernst Paul Dörfler auch nicht für Experten, sondern für jeden. Vor allem die jungen Leute möchte er erreichen. Aus dem Grund verpackt er die unzähligen wissenswerten Fakten in amüsante Beschreibungen, die zudem mit über 100 farbigen Nahaufnahmen gespickt sind. Die eindrucksvollen und detailreichen Motive stammen von mehreren Fotografen, mit denen der engagierte Umweltschützer zusammenarbeitet. "Ich feile lieber an den Texten", gibt Dörfler zu, der sein nächstes Werk fast fertig hat. Die Ideen kommen ihm meist, wenn er draußen an der frischen Luft unterwegs ist. Geschrieben wird dann am Computer.

Wer mit dem Autor persönlich ins Gespräch kommen will, sollte sich den 19. Februar vormerken. Dann stellt Ernst Paul Dörfler in der Steutzer Schauschmiede sein Buch "Was Vögel futtern" vor. Die Lesung beginnt um 16 Uhr.