Die Bahnstrecke zwischen Loburg und Biederitz ist keine Schnellbahnlinie. Nur gemächlich kommen die Züge dort voran. Das bleibt auch in der Zukunft so.

Loburg. Zwischen 30 und 50 Stundenkilometern haben die Regionalbahnen auf der einspurigen Strecke drauf. Das teilte die Bahn auf Nachfrage der Volksstimme mit. Mehr Tempo ist auf den alten Gleisen nicht möglich.

Mit Investitionen hält sich die Bahn als Betreiber der Strecke zurück. Und so benötigt der Fahrgast von Loburg gut eine Stunde zum Hauptbahnhof nach Magdeburg. Mit dem Auto geht es freilich schneller. Rund 20 Minuten kürzer beträgt hier die Fahrzeit.

Dennoch nutzen die Bahnstrecke nach Angaben der Pressestelle der Bahn viele Bürger. Etwa 200 Personen werden täglich zwischen Loburg und Biederitz mit der Regionalbahn transportiert. An den Sonnabenden sind es nach Angaben des Unternehmens noch etwa 100 Passagiere. Sonntags nehmen rund 75 Personen den Zug.

Doch hat die Strecke eine Zukunft? Die Bahn als Dienstleister für das Land Sachsen-Anhalt hält sich hier mit Prognosen zurück. Die Streckenperspektive und damit die langfristige Bestellung des Schienenpersonenverkehrs sei nicht gesichert, heißt es. Der aktuelle Vertrag zwischen Bahn und der NASA läuft noch bis zum Jahr 2018.

Deshalb investiert die Bahn nur die notwendigsten Mittel in die kleine Strecke. Für die Orte, in denen die Regionalbahn täglich mehrfach hält, ist der schienengebundene Personennahverkehr dennoch wichtig. Sobald es Probleme mit den Zügen gibt, melden sich die Bürger in ihren Rathäusern. Bereits jetzt fahren neben den Regionalbahnen auch Busse, um die Passagiere nach Magdeburg zu bringen.

Dennoch eröffnet sich mit der Bahnverbindung den Loburgern der Anschluss an das große Schienennetz vor der Haustür. Spätestens von Magdeburg sind viele andere Ziele erreichbar. Daneben, und das zeigen die Fahrgastzahlen eindrucksvoll, ist die Regionalbahn vor allem für Berufspendler eine gute Alternative zum Auto. Allerdings sollten die Züge dann auch mit heutigen Geschwindigkeiten oberhalb von 30 bis 50 Stundenkilometern unterwegs sein und sich nicht von Radfahrern überholen lassen.