Zerbst. Kalte Temperaturen, regnerische Tage und böiger Wind bestimmten das Wetter der letzten Wochen. Husten, Schnupfen und auch Fieber sind keine Seltenheit. Doch die Anzahl der Grippe-Erkrankten in der Region ist normal. "Wir hatten im Januar einen leichten Anstieg, aber das ist im Vergleich zu den Vorjahren nichts Besonderes", sagt Dr. Norbert Preden, Amtsarzt der Region Anhalt-Bitterfeld. Gerade im Bereich der Kinder unter 14 Jahren verzeichnete man in der Mitte des vergangenen Monats hohe Erkrankungsraten, die aber auch durchaus gewöhnlich sind.

Ob das schon die diesjährige Grippewelle ist, will sich der Amtsarzt noch nicht festlegen. "Im Moment sind Schulferien, die Kinder haben also weniger Möglichkeiten sich anzustecken. Da muss man also noch etwas abwarten." Die Welle dauert dann acht bis zehn Wochen an. "Wer sich in dieser Zeit nicht ansteckt, wird auch nicht mehr an Grippe erkranken", sagt Preden.

Die beste Art der Vorbeugung ist und bleibt die Impfung. Am besten im Herbst des Vorjahres, aber auch eine spontane Impfung wird ihrer Aufgabe gerecht, da der Impfschutz bereits nach sieben bis 14 Tagen vollkommen ausgeprägt ist. Für Menschen, die bereits erkrankt sind, empfiehlt der Amtsarzt viel Ruhe. "Hat man die Grippe, ist man wirklich schwer krank. Belastungen sollte man vermeiden. Aber auch mit fiebersenkenden Medikamenten sollte man sparsam umgehen, vor allem chronisch Kranke und Schwangere sollten das vorher mit ihrem Hausarzt absprechen", rät Preden.

Haushaltsmittel wie Wadenwickel, Dampfbäder, Hühnerbrühe oder Tee können dabei eine große Hilfe sein. "Alles was die Anfeuchtung der Schleimhäute unterstützt oder der Flüssigkeitszufuhr dient, ist durchaus sinnvoll. Trockene Schleimhäute können nämlich die Abwehrstoffe nicht transportieren", erklärt Preden. Fünf bis sieben Tage dauert in der Regel die Erkrankung. Der Amtsarzt macht aber noch einmal deutlich. "Man sollte nicht für andere zuhause bleiben, sondern weil man einfach krank ist und die Ruhe braucht."