Zerbst. Tom Hebäcker ist zufrieden. "Wenn das so zustande kommt, dann ist das für uns ok", meint der Zerbster Gastronom auch im Namen von Mitstreiter Volker Große. Gemeinsam mit Monika Redling, Geschäftsführerin des Zerbster Verkehrsvereins, waren sie am Dienstag in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschusses eingeladen.

Es ging um die Möglichkeiten, den beiden Gastronomen mit ihrer Hebäcker & Große Event GbR zum Betrieb des Festzeltes zum Zerbster Heimat- und Schützenfestes bei den finanziellen Rahmenbedingungen entgegenzukommen. Darum hatten sie nach dem letzten Fest-Jahrgang, ihrem zweiten, gebeten (die Volksstimme berichtete). Dass sie weitermachen, war grundsätzlich sowohl ihr Interesse als auch das der Stadt.

Dafür sind die Weichen jetzt gestellt. Kulturamtsleiter Andreas Dittmann und auch Tom Hebäcker resümieren eine "sehr konstruktive und sehr zufriedenstellende Diskussion" mit den Ausschussmitgliedern. Als positiven Nebeneffekt habe sie, so der Amtsleiter, zugleich auch dazu beigetragen, Wissensdefizite bei den Stadträten im Ausschuss zu wirtschaftlichen und organisatorischen Dingen im Zusammenhang mit dem Heimat- und Schützenfest auszuräumen. "Es gab dabei durchweg viel Interesse an dieser Thematik. So wünscht man sich eine Sachdiskussion", sagt Andreas Dittmann.

Zumal, wenn sie ein positives Ergebnis hat. Das trage auch der Bürgermeister mit, kann der Kulturamtsleiter inzwischen ebenfalls informieren.

Für das Zerbster Heimat- und Schützenfest 2011 werden die Öffnungszeiten an beiden Wochenenden zum Sonnabend und zum Sonntag auf dem Festplatz von 1 auf 2 Uhr verlängert. Das sind umsatzstarke Zeiten. "Wenn es gut läuft, können durch die zusätzlichen Umsätze in dieser einen Stunde die Kosten besser gedeckt werden", erklärt Andreas Dittmann die Überlegungen.

Eine alternative Möglichkeit wäre gewesen, die Standgebühren für das Festzelt zu senken. Die Entgeltordnung für das Zerbster Volksfest lässt das zu. Allerdings gibt es eine unmittelbare Wechselwirkung zwischen erwarteten Einnahmen und möglichen Ausgaben. "Sinken die Einnahmen, stehen uns automatisch nicht die schon engen Ausgaben in vollem Umfang zur Verfügung", so der Amtsleiter zu den Haushaltsregelungen.

Aus den Standgebühren sind jeweils etwa 80 000 Euro an Einnahmen veranschlagt. Auf der Ausgabenseite stehen unter anderem 64 000 Euro für technische Kosten und den Einsatz des Bau- und Wirtschaftshofes.

Nach dem diesjähren Volksfest-Jahrgang soll es eine Auswertung geben, ob die Regelung zum Festzelt trägt.