Dessau-Roßlau (mz). Die Stadt Dessau-Roßlau, das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt und der Verein für Anhaltische Landeskunde haben eine Kooperationsvereinbarung über die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung "Anhalt international" unterzeichnet. Die Ausstellung soll im Rahmen des Jubiläumsjahres "Anhalt 800" gezeigt werden.

Vielfältige Beziehungen

Für die drei Vertragspart-ner setzten Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig, die Leiterin des Landeshauptarchivs, Ulrike Höroldt, und der Vereinsvorsitzende Hermann Seeber ihre Unterschriften unter den Vertrag.

Ziel des Vertrages ist es, in Zusammenarbeit von Museologen, Archivaren und Forschern und mit wesentlicher finanzieller Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt sowie mit Hilfe weiterer Sponsorengelder eine Ausstellung zu erarbeiten, die die vielfältigen Beziehungen Anhalts zu anderen Ländern und Regionen in den Blick nimmt.

Dies geschieht nicht ohne Grund: Anhalt bewege sich, so die Kooperationspartner in der Pressemitteilung, in seiner 800-jährigen Geschichte in zahlreichen internationalen Beziehungsgeflechten.

"Personen, Ideen und Einrichtungen haben von Anhalt aus weltweiten Einfluss ausgeübt und Wirkungen entfaltet. In Äthiopien und Indien, in Japan und in Russland sowie in der Ukraine haben Anhalter ihre Spuren hinterlassen." Umgekehrt habe Anhalt eine Fülle von Anregungen aus anderen Regionen empfan- gen. Nach Anhalt Zugezogene haben in Wirtschaft und Wissenschaft, in Religion und Kultur Entwicklungen auf den Weg gebracht, die dann oft wieder über die Grenzen des Landes hinaus Bedeutung erhielten.

Aus der großen Menge an möglichen Themen soll die Ausstellung eine Auswahl von etwa 20 bis 30 Geschichten anhand aussagekräftiger Leitobjekte und Präsentationen erzählen.

Beirat begleitet die Vorbereitung

Als Ausstellungsort für die Zeit von Juli bis September 2012 ist die Marienkirche in Dessau vorgesehen. Auch die 2005 eröffnete Dauerausstellung des Museums für Stadtgeschichte im Johannbau soll in die Ausstellung einbezogen werden.

Ferner wird die Schau auf die zahlreichen dezentralen Ausstellungsprojekte der anderen anhaltischen Museen verweisen. Ein wissenschaftlicher Beirat wird die Ausstellungsvorbereitung begleiten.