Überrascht vom erneut großen Interesse waren die Akteure des Fördervereins Schloss Zerbst am Sonnabend zur Führung "Vom Reithaus zur Stadthalle". Etwa 120 Besucher waren gekommen.

Zerbst. Vereinsvorsitzender Dirk Herrmann blickt ein wenig augenzwinkernd voraus. "Da werden wir die Führung wohl auch zu den nächsten Kulturfesttagen wieder anbieten müssen." Vor allem aber sind die Mitglieder des Schlossvereins erfreut über die große Resonanz zu der bei weitem nicht zum ersten Mal zu erlebenden Reise in die Geschichte und Gegenwart der Zerbster Stadthalle.

Nach einem einführenden bebilderten Vortrag führte der Rundgang mit Fürst Johann August und Gemahlin Hedwig Friederike (Dirk Herrmann und Heidrun Franke) und Personen des fürstlichen Hofes vom Fasch- und Katharinasaal in die fürstliche Loge und schließlich auf den Dachboden. Von dort war auch die große Empore mit Blick in den Saal zugänglich. Im Katharinasaal nutzten viele Gäste die Gelegenheit, den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.

"Die erhaltenen Spenden setzt der Förderverein für die Gestaltung des ab April erstmals zu sehenden Kupferstichkabinetts ein", dankt Jana Reifarth, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit, im Namen des Vereins.

Und sie lädt ein: "Führungen durch Vereinsmitglieder in historischen Kostümen gibt es wieder am 28. Mai. Dann besteht die Möglichkeit, bei einem Spargelmenü im Schloss Einblick in das fürstliche Leben zu erhalten und genüsslich zu speisen." Karten für den Mittagstermin gibt es in der Tourist-Information.