Die Aufhängung der Glocken in der Sankt Laurentiuskirche in Loburg ist erneuert worden. Am Wochenende schlugen die Glocken wieder.

Loburg. Vier Wochen verstummten die beiden Glocken im Turm der Laurentiuskirche. Der Grund dafür waren nach Angaben von Pfarrer Georg Struz die stählernen Joche, an denen die Glocken aufgehängt waren.

Vor über 50 Jahren waren die verbliebenen zwei der einst vier Glocken an Stahljoche befestigt worden. Bei der jährliche Routineüberprüfung der Aufhängung entdeckten Fachleute 2009 an den Knotenpunkten Risse und Anzeichen einer Materialermüdung, sagte Pfarrer Struz. Darauf wurde die aus dem 13. Jahrhundert stammende große Glocke mit einem Gewicht von rund 1,3 Tonnen sofort stillgelegt. Zu groß erschien den Fachleuten die Gefahr, dass die Glocke abstürzen könnte, erinnert der Pfarrer.

Auch die kleine Glocke mit rund 500 Kilogramm Gewicht musste an ein neues Joch gehangen werden. Hierfür sammelte die Kirchengemeinde Geld. Rund 10 500 Euro, so die Schätzung, würden die Arbeiten an den Glocken kosten.

Ende Februar hat nun ein darauf spezialisiertes Unternehmen aus Berlin den Umbau vorgenommen. Die beiden Glocken wurde dazu mittels Flaschenzügen aus dem Kirchturm abgelassen. Anschließend wurde die stählerne Befestigung gegen eine aus Eiche ausgetauscht. Ende vergangener Woche konnten die Glocken dann wieder ihren angestammten Platz einnehmen. Am Wochenende erklangen sie dann wieder, freute sich der Pfarrer. Zuvor musste auch die Läutevorrichtung angepasst werden. Viele Jahrzehnte soll die neue Aufhängung nun die Glocken im Turm halten.

Einst beherbergte der Turm vier Glocken. Im Ersten Weltkrieg wurden drei Glocken für die Rüstungsproduktion eingeschmolzen. Anschließend wurde die Glocken wieder ergänzt. Im Zweiten Weltkrieg kamen erneut drei Glocken in den Hochofen. Nach dem Krieg konnte die Kirchengemeinde allerdings nur eine davon ersetzen, erinnert der Pfarrer.