Buhlendorf. Die Diskussion um den Haushaltsansatz für die Ortschaft Buhlendorf stand am Montagabend im Fokus der Ortschaftsratsitzung. Der erste Blick der Ratsmitglieder fiel auf die Verfügungsmittel. Mit zahlreichen Sponsorengeldern und Spenden konnten diese im letzten Jahr von 1700 auf 4150 Euro gesteigert werden. Für das kommende Jahr stehen der Gemeinde nur noch 1500 Euro zur Verfügung. "Das ist das, was feststeht. Mehr bekommen wir nicht. Was an Spenden und Sponsorengeldern dazukommt, kann man schwer planen", sieht Ortsbürgermeister Hasko Thiem das Problem darin. Grundlage der Berechnung sind die 6 Euro pro Einwohner, mit denen bei allen Gemeinden gerechnet wird.

"Das ist eine Milchmädchenrechnung ohne Sinn und Verstand", beschwert sich Detlef Kupfernagel. Folge aus den geringeren Verfügungsmitteln ist wohl, dass die Senioren für die Kegelbahn eine Gebühr zahlen müssen. "Die sind aber auch schon in sich gegangen und haben das selbst vorgeschlagen", berichtet Thiem, fügt aber an: "Das kann auch nicht der Sinn der Sache sein. Es ist eigentlich eine Frechheit vom Stadtrat, dass er uns die kleinen Dinge auch noch nehmen will." In diesem Punkt sind sich die Ratsmitglieder einig. Michael Dolezal bringt die Stimmung auf den Punkt. "Das ist ein Witz, ein wirklich trauriger Spaß."

Aber nicht nur bei den freiwilligen Leistungen, sondern auch beim Verwaltungs- und Vermögenshaushalt gab es allerhand Redebedarf. Hier wurden zum Beispiel die Stromkosten von Bürgerhaus und Kegelbahn in einem Topf gebündelt. "Keiner konnte mir sagen, welcher Posten zu was gehört", beschwert sich Thiem. Außerdem rechnete der Ortsbürgermeister aus, dass die Ortschaft nur ein gutes Drittel der Heizkosten nutzt, der andere Teil geht auf Kosten der Feuerwehr. "Im nächsten Jahr wird das hoffentlich berücksichtigt", macht Thiem deutlich.

Zudem wurden insgesamt die schlechten Erklärungen im Haushaltsansatz bemängelt. "Wir müssen uns von dem Gedanken trennen, dass die Ortschaften einzeln aufgeführt werden", macht Thiem deutlich. "Es muss doch eine extra Position Buhlendorf geben", hakt Bernd Rühle nach, der gleichzeitig einfach mehr Transparenz fordert. "Mit tödlicher Sicherheit gibt es die Position Buhlendorf. Nur keiner will, dass wir sie sehen", glaubt Thomas Barutzki. "Mit dem gesamten neuen System des Haushalts steh\' ich auf Kriegsfuß", sagt Thiem. Sechs Ratsmitglieder sprachen sich gegen den Haushaltsansatz aus, zwei enthielten sich.