Der Landesbetrieb Bau Niederlassung Ost möchte in diesem Jahr die Fahrbahnoberfläche der B 184 beginnend ab der Lusoer Straße in Richtung Dessau erneuern. Des Weiteren erreicht ein Vorschlag die Stadt: Der Landesbetrieb regt an, den dort vorhandenen Radweg (ortsauswärts rechts) als Gegenverkehrsradweg auszubauen.

Zerbst. Diese Vorschläge trug Bernd Köhler, Leiter der Bauverwaltung, am Dienstag den Bauausschussmitgliedern vor.

Einhergehend mit dem Vorschlag würde der Radweg verbreitert und die Bundesstraße entsprechend schmaler werden, um genügend Fläche für den in beide Richtungen nutzbaren Radweg zu erhalten. "Allerdings hieße das, dass wir uns finanziell an der Maßnahme beteiligen müssen - unter anderem den Gehweg anpassen müssen - und dazu im Haushalt keine Mittel vorhanden sind", fügte Köhler hinzu. Zumal dieser Vorschlag recht kurzfristig gemacht wurde.

Im Gegenzug reichte Köhler der Niederlassung Ost einen Gegenvorschlag ein, der derzeit geprüft wird. "Es müssen Dinge wie die Kosten, die Verkehrssicherheit und die Beschilderung überprüft werden", nennt Köhler nur einige Faktoren und hält sich zum Vorschlag bedeckt. Wann die Prüfung abgeschlossen sein wird, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: Der Vorschlag der Niederlassung Ost ist derzeit finanziell für die Stadt nicht tragbar.

Während zur Radwegeführung entlang des Gewerbegebietes Frauentormark also Veränderungen erwogen werden, sind sie an anderer Stelle bereits im vorigen Jahr vollzogen. Gemeint ist der Rechtsabbiegebereich auf der Roßlauer Straße vor der Einmündung Kirschallee. Hier war es in Vorjahren permanent zu Unfällen durch Missachtung der Vorfahrt gekommen. Regelmäßig fuhren Autofahrer aus der Kirschallee nach links auf die B 184 aus, während ein dort abbiegendes Fahrzeug ein geradeaus ortsauswärts fahrendes Fahrzeug verdeckte. "Die Situation konnte grundsätzlich entschärft werden", erklärte jüngst Uwe Platz, der Leiter des Verkehrsdienstes im Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld. "Der Landesbetrieb Bau hat entsprechend der Festlegungen der Kreisunfallkommission die Rechtsabbiegespur verstellt. Sie ist dem Verkehrsraum entzogen worden. Nunmehr fahren alle hintereinander, ehe direkt an der Einmündung Kirschallee die Rechtsabbieger auch tatsächlich abbiegen. Auf alle Fälle wird nun niemand mehr übersehen. Wir hatten dort seither keinen Unfall mehr."