Buhlendorf (da). Zwischen den beiden Ortsfeuerwehren Buhlendorf und Zernitz scheinen sich Fusionsabsichten abzuzeichnen. "Es hat dahingehend mehrere Gespräche und Veranstaltungen gegeben", erzählte Ortschaftsbürgermeister Hasko Thiem auf der Ortschaftsratssitzung.

Dies sei wohl eine Notwendigkeit, die sich aus bestimmten Kriterien wie Ausbildungszustand, Einsatzbereitschaft und Aktive ergibt. "Der statistische Druck ist zermürbend. Eine Zusammenlegung der beiden Wehren würde diesen Druck etwas lindern", erklärte Thiem.

Käme es zur Zusammenlegung, würde der Wehrleiter wohl aus Zernitz kommen, da der Buhlendorfer Stellvertreter keine Gruppenführerausbildung hat. Jedoch habe Ordnungsdezernent Andreas Fischer wohl zugesichert, dass Wehren, die sich freiwillig zu einer Fusion entschließen, auch einen Stellvertreter vor Ort bekommen, der die jeweilige Ortsgruppe führt. "Wir sollen hier wohl als Vorreiter für andere Wehren dienen, bei denen es noch mehr klemmt", informierte der Buhlendorfer Ortswehrleiter Manfred Becker.

"Wenn der Ausbildungsstand der Wehren so unterschiedlich ist, finde ich das keine schlechte Lösung", sagte auch Ortschaftsrat Thomas Borutzki und fügte an: "Wir sollten aber auf jeden Fall als Gemeinde hinter den Interessen unserer Feuerwehr stehen."

Die anfängliche Skepsis über die Zusammenlegung scheint sich aufgelockert zu haben, doch Ortschaftsrat Detlef Kupfer- nagel hatte noch was anzumerken: "Die Aussage von Herrn Fischer würde ich gern schriftlich sehen und dann kann man zusammen mit den Kameraden der Feuerwehren darüber nochmal sprechen."

Momentan bildet die Ortsfeuerwehr Buhlendorf zusammen mit 26 weiteren Ortsfeuerwehren die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zerbst. Erst im vergangenen September konnte sie ihr 110-jähriges Bestehen feiern. Kommt es zum Zusammenschluss mit Zernitz, wird vor Ort eine Löschgruppe verbleiben.