Am Sonntag gestaltet der Chor der Stadt Zerbst das Abschlusskonzert im Katharinasaal der Stadthalle. Es wird die erste Veranstaltung nach Abschluss der Arbeiten an der Bühne. Die wird auch in den kommenden Monaten wieder stark genutzt werden. Die Stadthalle ist für verschiedene Nutzungen gefragt. Und rückt durch das Katharina-Denkmal zusätzlich in das Interesse von Besuchern.

Zerbst. Etwas schneller als geplant sind die Arbeiten zur Erneuerung von Bühnentechnik und Bühnenvorhängen im Katharinasaal der Stadthalle vorangekommen. Schon an diesem Sonntag, wenn der Stadtchor aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens das Abschlusskonzert der 46. Zerbster Kulturfesttage gestaltet, präsentiert sich die Bühne "im neuen Gewand".

Sechs Tage später bereits, am 18. März, sind die Zerbster und auswärtigen Gäste zu "Dreams of Musical" eingeladen. Angekündigt ist "ein Musicalabend, der seine Zuschauer mit auf eine Fahrt zu den tiefsten und schönsten Emotionen nimmt", Klassiker der Musicalszene ebenso berücksichtigt wie Höhepunkte aus neuen Musicalshows.

Von Musical-Träumen bis Silvesternacht

Für weitere Shows in diesem Jahr auf der Stadthallenbühne hat der Kartenverkauf in der Tourist-Information bereits begonnen.

Da gibt es am 27. März wieder die schräg-schrille Show "Zauber der Travestie". Freunde der böhmischen Blasmusik können sich ebenfalls vorfreuen. Am 8. Mai sind Horst Mück und seine Egerländer Musikanten in Zerbst zu Gast. Und bereits in den Herbst geht der Vorausblick. Michael Hirte, "der Mann mit der Mundharmonika", möchte sich am 7. Oktober dem Zerbster Publikum vorstellen.

Neben den "Fremd"-Ausrichter ist die Stadthalle für zahlreiche einheimische Veranstaltungen vorgebucht. Ob es die Konzerte der 11. Internationalen Fasch-Festtage sind oder der Frühlingsball des Tanzclubs, das Frühlingsfest der Volkssolidarität, auch Jugendweihen, der Innungstag der Kreishandwer-kerschaft, die Silvesterveranstaltung ...

"Sowohl von den Veranstaltungen als auch von der Resonanz hat sich die Frequentierung in der Stadthalle erhöht", sagt der Zerbster Kulturamtsleiter Andreas Dittmann. Vor gut fünf Jahren hat die Stadt für ihr Veranstaltungszentrum im historischen Gebäude ein Marketingkonzept erarbeitet. "Da lesen wir heute nicht mehr täglich drin", so Andreas Dittmann. Vor allem, weil die wesentlichen Punkte umgesetzt sind.

Damals ging es darum, beispielsweise die Erreichbarkeit der Stadthalle mit entsprechender Umfeldgestaltung, die Parkmöglichkeiten zu verbessern, einen Internetauftritt zu gestalten. Die umfangreiche Sanierung des Gebäudes ist auch in den vergangenen Jahren fortführt worden, unter anderem mit der Neugestaltung der Künstlergarderoben oder eben jetzt im Bühnenbereich.

"Einen Rückschlag", so der Amtsleiter, habe es noch einmal gegeben, "als mit dem Wechsel des Gastronomiepächters 2009 deutlich wurde, dass die technischen Voraussetzungen im Küchenbereich nicht mehr den Ansprüchen gerecht werden". Im vergangenen Jahr wurde die Energieversorgung im Küchentrakt komplett saniert und der Pächter, das Hotel-Restaurant "v. Rephuns Garten", hat unter anderem in Schankanlage und Kühlmöglichkeiten investiert. Die Gastronomie, die vor dem Wechsel ein Kritikpunkt war, ist dies nicht mehr.

Führungen geplant und ein neues Prospekt

Bei auswärtigen Veranstaltern seien in den vergangenen Jahren neue Partner hinzugekommen, "die stabile Partner wurden". Das träfe etwa für Angebote wie die Hochzeitsmesse oder den Antik- und Flohmarkt zu. Durch Empfehlungen oder durch gezielte Suche im Internet seien Agenturen auf Zerbst und dann auf die besondere Atmosphäre des Hauses aufmerksam geworden. Manchmal, gibt Andreas Dittmann zu, seien in der Zusammenarbeit jedoch auch "gemischte Gefühle" im Spiel. "Wir sind zum einen froh über die stärkere Nachfrage, aber es muss auch passen." Wenn Veranstaltungen dann abgesagt werden, passt es mitunter nicht.

Passend im besten Sinne ist für die Stadthalle das 2010 aufgestellte Katharina-Denkmal. Das lockt in den Schloßgarten, macht aber auch auf das Gebäude daneben aufmerksam. Diese Erfahrung mit interessierten Besuchern beschreibt zum Beispiel der in der Stadthalle trainierende Tanzclub Zerbst.

Geplant sei, erklärt der Amtsleiter, über das Programm Bürgerarbeit drei Personen zu beschäftigen, die sowohl in der Katharina-Sammlung eingesetzt würden, aber auch für Führungen und die Unterstützung von Veranstaltungen in der Stadthalle. "Wir versuchen, auch auf diese Weise noch einen Mehrwert für die Einrichtung zu erzielen", sagt Andreas Dittmann.

Den soll es ebenso geben mit einem neuen Stadthallen-Pros-pekt, der 2011 erscheinen soll. Und genießen lassen sich Gebäude, Denkmal und Umfeld im Sommer vielleicht auch von einem Terassencafé aus.

   

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