Ende März soll der Haushalt der Einheitsgemeinde Stadt Zerbst beschlossen werden. Vorab werden die einzelnen Ortschaften zu den geplanten Ansätzen angehört. Die stießen in Gödnitz grundsätzlich auf Zustimmung. Unmut wurde dennoch laut. So konnte sich Ratsmitglied Wilfried Schirmer nicht mit dem dünnen Haushaltsauszug identifizieren.

Gödnitz. Die Haushaltsansätze für 2011 riefen im Ortschaftsrat Gödnitz zumindest inhaltlich keine Diskussionen hervor. Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass der Gehwegbau in der Gödnitzer Dorfstraße oberhalb des Kuhstalls in Angriff genommen werden soll. Die Gesamtkosten sind mit 56 300 Euro veranschlagt, wobei mit Fördermitteln in Höhe von 28 000 Euro gerechnet wird. Nicht unerwähnt ließ Ortsbürgermeister Volker Leps, dass die Bürger an der Maßnahme finanziell beteiligt werden müssen. Mit 16 500 Euro sind die Ausbaubeiträge als Einnahmen für 2012 einge-plant.

Mit 9900 Euro schlagen in diesem Jahr die Ausgaben für die Unterhaltung der Straßen zu Buche. Dahinter verbirgt sich das Instandsetzen des Verbindungsweges zwischen Gödnitz und Gehrden, wie Volker Leps ausführte. Er ging auch kurz auf die Mittel für die Brauchtumspflege ein, die von 2200 auf 1446 Euro sinken werden. Zu Grunde liegt hier der Vorschlag der Kämmerei, den Verfügungsrahmen für Dorffeste sowie Zuschüsse an Vereine und Volkssolidaritätsgruppen u.ä. auf 6 Euro je Einwohner festzusetzen, um den Verwaltungshaushalt der Einheitsgemeinde Stadt Zerbst auszugleichen.

Verbindungsstrecke wird instand gesetzt

"Das ist unser großer kleiner Haushalt", bemerkte der Ortsbürgermeister. "In meinen Augen ist das kein Haushalt", erklärte indes Ratsmitglied Wilfried Schirmer mit Blick auf den zweiseitigen Auszug. Doch das ist es eben nur noch: Ein Auszug, denn seit der Eingemeindung nach Zerbst verfügt Gödnitz über keinen eigenen Haushaltsplan mehr. Stattdessen gehen die Einnahmen wie Ausgaben in den Gesamtetat der Einheitsgemeinde ein, den Volker Leps mitgebracht hatte.

"Das ist der ganze Haushalt und es gibt nur noch den einen", hielt der Ortsbürgermeister das ordnerdicke Zahlenwerk in die Höhe. "Ich kann mich damit nicht identifizieren", kam Wilfried Schirmer auf den dünnen Haushaltsauszug zurück, der weit weniger Seiten aufwies als der ebenfalls vorliegende Beschluss zur Entschädigungssatzung. Seine ablehnende Haltung spiegelte denn auch die Abstimmung wider: Den vier Ja-Stimmen stand eine Gegenstimme gegenüber.