Ende August wird die Ganztagsschule Ciervisti die neuen Fünftklässler begrüßen, die dann die "Kleinen" sein werden. Um sich schon einmal kennenzulernen, fand am Donnerstag der traditionelle Tag der offenen Tür für die zukünftigen Fünftklässler statt.

Zerbst. Nervös griffen einige Viertklässler auf dem großen Schulhof der Ciervisti-Ganztagsschule noch einmal nach der Hand von der Mutti oder dem Vati. So ungewohnt und neu war die Umgebung, die ab August die neue Schule sein wird.

Jedoch verflog die Nervosität schnell, als die Mädchen und Jungen in die Aula strömten. Hier warteten einige Lehrer und Ciervisti-Schüler - un-übersehbar durch ihre gelben Schul-T-Shirts - auf die Gäste, für die sie ein kleines Programm vorbereitet hatten. "Es werden um die 110 Kinder im nächsten Schuljahr hier vier fünfte Klassen bilden", erklärt Ganztagsschulkoordinatorin Birgit Kleinecke. Und alle erhielten eine persönliche Einladung zu diesem besonderen Tag der offenen Tür.

Bald waren alle Stühle in der Aula durch die Viertklässler, ihre Eltern und Großeltern besetzt und das Programm konnte beginnen. Die Einleitung übernahm Schulleiter Franz Köppe. "Jetzt seid ihr in euren Schulen noch die Großen. Hier werdet ihr wieder die Kleinen sein", stellte er fest und so mancher Kopf nickte zustimmend. Allerdings zählte er viele gute Dinge an der Ciervisti-Ganztagsschule auf, die den "Kleinen" den Anfang hier erleichtern werden. "Ihr habt hier eine schöne Schule, schaut euch die Räume nachher an", begann er seine Aufzählung. "Wir sind nett und wir freuen uns auf euch."

Danach zeigten Kinder aus verschiedenen Ganztagsangeboten ihr Können. Einige Bilder machten auf die Kunst-AG neugierig. Die Singegruppe trug zwei Lieder vor und die Keyboard-Gruppe spielte ein Keyboard-Orchester. Danach trugen die Mädchen und Jungen der Theater-AG ein sehr unterhaltsames Stück vor, in dem Schüler höherer Klassen die neuen "Quälgeister" an ihrem ersten Schultag an der Schule wieder verscheuchen wollen. Allerdings sind die "Kleinen" zu clever, um auf deren ausgedachte Geistergeschichten hereinzufallen. Stattdessen verkleiden sie sich selbst als Geister und erschrecken die Großen. Die Klasse 5 c trug ein Lied vor und auch die Gitarren-AG sowie die Percussion-Gruppe zeigten ihr Können.

Parallel zum Programm in der Aula waren jedoch auch Führungen durch das Schulgebäude möglich. Und wer könnte die "Neuen" besser herumführen als die jetzigen Fünftklässler. Die wissen noch am ehesten, was die Kleinen wissen müssen. Zwei solche Führer waren zum Beispiel Nick und Vincent aus der 5a. Sie zeigten Kathrin Hünecke und ihrer Tochter Alida Rößler die Räume. "Hier haben wir auch schon den schlimmsten Raum der Schule", sagt Nick, nachdem die Gruppe nur wenige Meter gegangen war. Gemeint war der Trainingsraum, in dem Unruhestifter über die Taten nachdenken sollen. Nach einem Blick in einen der vielen Unterrichtsräume blühten die Jungs so richtig im Technikraum auf. Sie zeigten Alida das Whiteboard und den Laptop, mit dem hier gearbeitet wird. Die letzten Details erklärte Technik-Lehrer Axel Krötzsch. Im Chemieraum konnten die Besucher zum Beispiel experimentieren. Aber die Fünftklässler zeigten nicht nur die Räume, sie beantworteten auch Fragen zum Schulalltag, der Raumnutzung, wo Bücher verstaut werden können oder wie das Pendeln zwischen Klassenraum und Fachunterrichtsraum funktioniert.

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