Die Leiterinnen der Frauengruppen in den evangelischen Kirchengemeinden trafen sich am Wochenende in Loburg zu einer Werkstatt. Dabei ging es um neue Anregungen für die Arbeit vor Ort.

Loburg. "Die Frauen sind das Rückgrat in den Kirchengemeinden", sagt die Frauenbeauftragte des Kirchenkreises Elbe-Fläming, Benita Arnold. Die Pfarrerin hat die bislang 15. Frauenwerkstatt organisiert. Im Loburger Gemeindezentrum trafen sie sich zum Erfahrungsaustausch und um neue Anregungen für die tägliche Arbeit zu erhalten, beschreibt sie.

Kristina Kootz von der Arbeitsstelle Frauenarbeit bei der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland hat sich an diesem Vormittag viel vorgenommen. "Gut, dass wir einander haben - von der heilsamen Kraft der Berührung", lautet das Motto der Veranstaltung für die Frauen. Die Berührung spielt bei diesem Workshop natürlich eine zentrale Rolle.

Einmal im Frühjahr treffen sich die Frauen aus den Kirchengemeinden zentral und erhalten immer wieder Anregungen für den ehrenamtlichen Dienst in ihren Gemeinden, erzählt Benita Arnold. Zahlreiche Frauenkreise gibt es in den Gemeinden. Die Frauen seien schon deshalb ein Rückgrat in den Kirchen, weil sie sich um die Vorbereitung der Feste kümmern und sich für die öffentlichen Auftritte der Kirchengemeinden stark engagieren, schätzt sie ein.

In den regelmäßigen Frauenkreisen geht es dagegen um viele andere Dinge. Hier finden die Frauen auch einen Ansprechpartner für Probleme und Sorgen, finden aber auch Freunde und und Freude.

Für die Leiterinnen der Frauenkreise ist es nicht immer einfach, neue Themen für die regelmäßigen Veranstaltungen zu finden. "Deshalb gibt es die Werkstatt", erklärt Benita Arnold. Hier sollen die Frauen neue Möglichkeiten der sinnvollen Gestaltung der Frauenkreise erfahren.

Und weil die Nachahmung der Anregung zu Hause am besten klappt, wenn es vorher ausprobiert wurde, bittet Kristina Kootz die Frauen reichlich zu praktischen Übungen. Immer wieder sind die Frauen in Aktion.

In den Pausen gibt es auch so manchen Austausch über die eigenen Erfahrungen. Schließlich sehen sich die Frauen meist nur zweimal im Jahr. Dafür sei der Kirchenkreis Elbe-Fläming einfach zu groß. Er reicht vom Nachbarland Brandenburg bis fast nach Zerbst, fasst Benita Arnold zusammen.

Am vergangenen Wochenende ging es aber weniger um den inhaltlichen Austausch zwischen den Frauen aus den Kirchengemeinden. Hier stand das Erlernen neuer Herangehensweisen und Themen im Vordergrund, beschreibt sie weiter.

Im Herbst wird sie die Frauen noch einmal einladen. Dann treffen sie sich am 8. Oktober in Wusterwitz, kündigte sie bereits an. Dabei soll es dann mehr um den Erfahrungsaustausch gehen. An diesem Tag werden die Frauen aus den Kirchengemeinden von ihren Erfahrungen in der täglichen Gemeindearbeit den anderen berichten.

"Das ist sehr wichtig", weiß die Frauenbeauftragte des Kirchenkreises, die im Hauptberuf Pfarrerin in Leitzkau ist. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch sei ebenso wichtig, wie die regelmäßigen Werkstätten, erklärt sie. Denn wie die Frauenkreise interessant und abwechslungsreich gestaltet werden können, damit haben die Frauenkreise mitunter unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Unterschiedlich können auch die Interessenlagen sein. Je nach Region des großen Kirchenkreises beschäftigen sich die Frauen mit verschiedenen Themen.

"Hier können alle voneinander lernen. Auch wenn bestimmte Versanstaltungen besonders gut angekommen sind", freut sich Benita Arnold immer auf die Treffen mit den Frauen.

In Loburg fanden sie dazu außerdem ideale Bedingungen vor. Kaum eine Kirchengemeinde hat so gute Möglichkeiten für eine derartige Veranstaltung, schwärmt sie vom Gemeindezentrum. Das sahen auch die Besucher so, die teilweise erstmals in der kleinen Stadt am Rande Möckerns zu gast waren.

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