Voraussichtlich bis Ende April wird es im Bereich der Tongruben Möckern und Vehlitz zu nächtlichen Arbeiten und Tontransporten kommen. Darüber hat das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) die Stadt Möckern informiert.

Möckern/Vehlitz/Ladeburg. Starke Scheinwerfer erhellten am späten Dienstagabend das Areal der mit Unmengen Müll verfüllten Tongrube Möckern. Schweres Gerät ist aufgefahren worden, darunter eine Rammvorrichtung, deren dumpfe Schläge auf den Erdboden durch die Nacht schallen.

Dichtwand kommt

Die Maßnahme sei erforderlich, um auf der zum Teil mit Müll verfüllten Tongrube Möckern eine Dichtwand zu errichten. Diese Maßnahme ist Bestandteil des vorgestellten Sicherungskonzeptes für den Standort, heißt es in einem Schreiben, das das LAGB am 15. März an den Möckeraner Bürgermeister Frank von Holly gesendet hat.

Zur Vermeidung von Sickerwasseraustritten aus dem Abfallkörper in die Vorflut (Zuläufe in die Ziepra und später in die Ehle) wird derzeit in Möckern eine Dichtwand aus Ton hergestellt.

Bauen unter Zeitdruck

Infolge von witterungsbedingten Bauverzögerungen habe sich die damit beauftragte Baufirma entschlossen, bis etwa Ende April mittels Nachtarbeit die verlorene Zeit auf ein Minimum zu begrenzen.

Darüber hinaus werde es erforderlich sein, Ton aus dem Tagebau Vehlitz zum Tontagebau Möckern zu transportieren, da am Standort Möckern kein Ton in ausreichender Qualität und Menge mehr vorhanden ist. Dass die Information zu den nun anlaufenden Maßnahmen nicht über die Medien an die Öffentlichkeit getragen wurde, sondern über die Stadt Möckern, begründet das LAGB mit einem Angebot des Möckeraner Bürgermeisters im August 2010, für die Weitergabe solcher Informationen an die Bürger zu sorgen.

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