Zerbst. 16 Veranstaltungen in historisch bedeutsamen Spielstätten in Zerbst, Dessau, Köthen und Wendgräben bieten die 11. Internationalen Fasch-Festtage vom 7. bis 17. April. Unter dem Thema "Fasch - Vater und Sohn" ist das Festival dem Zerbster Hofkapellmeister Johann Friedrich Fasch und besonders auch seinem vor 275 Jahren geborenen Sohn Carl Friedrich Christian Fasch gewidmet.

Entstanden ist ein hochkarätig besetztes Programm, das, so Barbara Reul, Präsidentin der Internationalen Fasch-Gesellschaft, "Fasch für alle" vermitteln möchte. "Wir wollen nicht nur Fasch-Freunde und Zerbster Bürger mit unserem Aufgebot an Ensembles aus aller Welt nach Zerbst in die Konzerte locken, sondern auch neue Fasch-Anhänger gewinnen", sagt sie.

Die von der Stadt Zerbst und der Internationalen Fasch-Gesellschaft veranstalteten Festtage stehen unter der Schirmherrschaft von Sachsen-Anhalts Kultusministerin Birgitta Wolff (CDU). Sie wird auch für die Festansprache zur Eröffnung des Barockmusikfestivals am Donnerstag, dem 7. April, um 19 Uhr im Katharinasaal der Stadthalle in Zerbst erwartet.

Im Rahmen des Eröffnungsabends wird der Fasch-Preis der Stadt Zerbst vergeben. Seit 1993 und nun zum neunten Mal würdigt die Auszeichnung besondere Verdienste um Leben und Werk Faschs. Wer die Ehrung in diesem Jahr erhält, bleibt bis zur Verleihung ein Geheimnis.

Im Eröffnungskonzert erklingen Werke beider Faschs, von Pisendel, Zelenka und Heinichen - wie bei vielen Konzerten der Festtage werden Erstaufführungen dabei sein.

Musizieren wird an diesem Abend das Main-Barockorchester Frankfurt unter der Leitung von Martin Jopp. Das Ensemble hat sich auf die Interpretation alter Musik auf originalen Instrumenten spezialisiert und beschreibt sein Musizieren als "historisch informiertes Spiel in unverkrampfter Herangehensweise".

Das Konzert in Zerbst steht unter dem Titel "Empfindsam-Galant" und möchte mit der Musik Faschs und seiner Zeitgenossen ein Programm bieten, "rund um die unterschiedlichen Musikstile und Neuerungen, die in jener Zeit auftraten und die Loslösung von der Barockmusik und den Weg zu Neuem brachten".