Nicht nur die Adebare finden sich wieder auf dem Loburger Storchenhof ein. Ein Stelldichein gab es am Sonnabend auch mit zahlreichen Gästen. Zum Empfang hatte der Storchenvater Dr. Christoph Kaatz anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes geladen.

Loburg. Anrufe, Emails, Briefe, Blumen und Geschenke hatten den Loburger Storchenvater Dr. Christoph Kaatz anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz, das ihm am 6. Dezember des vergangenen Jahres durch den Bundespräsidenten Christian Wulff verliehen wurde, erreicht. Es war ihm ein Bedürfnis, Danke zu sagen. Und nicht nur für die Glückwünsche, sondern für die Unterstützung der Arbeit des Storchenhofes.

Der Einladung zum Empfang waren am Sonnabend viele Storchenfreunde und -sympathisanten gefolgt. Vertreter aus der Politik, von Vereinen und Institutionen, aus Stadt und Land hatten sich eingefunden. Mitglieder des Storchenhofträgervereins erwarteten die Ausführungen des Storchenvaters genauso, wie Sponsoren und Freunde der Familie.

Dr. Kaatz nutzte die Gelegenheit, auf das Anliegen des Vereins und die Arbeit des Storchenhofes einzugehen, machte deutlich, welche Bedeutung die Vermittlung von "anfassbarer Natur" habe. Mehr als 1000 Gruppen besuchen alljährlich den Storchenhof, auf dem seit seinem Bestehen 1443 Pflegestörche aufgenommen wurden. In diesem Jahr könnte die Zahl der Vögel die 1500-Marke überschreiten. So sei es wichtig, die Arbeit der Einrichtung zu unterstützen, mahnte er die Landesregierung an, das ihrige zu tun. Unverzichtlich dabei ist jedoch ebensolches ehrenamtliches Engagement, für das Dr. Christoph Kaatz ausgezeichnet wurde.

Sachsen-Anhalts Umweltminister Dr. Hermann Onko Aikens (CDU) überbrachte persönlich die Glückwünsche der Landesregierung und würdigte das Wirken des Storchenvaters, unter dessen Leitung sich der Storchenhof zu einer bedeutenden Einrichtung im Land entwickelt habe. Er forderte Kaatz und den Verein auf, die Fördermöglichkeiten des Landes in Anspruch zu nehmen. "Kommen sie zu uns ins Ministerium", sagte er. Geld sei da, so Onko Aikens. "Wir müssen es nur für sie verfügbar machen". Das heißt, Projekte der Einrichtung können unterstützt werden. Als schwierigsten Posten sieht Kaatz allerdings die Personalkosten.

In seinem Grußwort sprach der Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann Kaatz zu, dass der Storchenhof Loburg zu seiner Bekanntheit verholfen habe. Der Vorsitzende des Vereins "Loburger Weg", Ludwig Dommroese, versicherte dem Storchenvater eines "ganz schönen Maßes an Naturverrücktheit", was er in den Aufbau des Storchenhofes gesteckt habe. Sein Verein bemühe sich um die touristische Entwicklung Loburgs und habe mit dem Storchenhof als Partner ein gemeinsames Ziel vor Augen, so Dommroese.

Dass die Partnerschaft mit dem Storchenhof eine Zukunft haben wird, das versicherte auch Wolfgang Angenendt, Geschäftsführer der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und versprach eine weitere Unterstützung und Begleitung der Arbeit.

Mit einem in Versen formulierten Bekenntnis der Ehrenvorsitzenden des Storchenhofvereins Erika Herbst zu ihrem Engagement und ihrer Liebe zu den Störchen sowie einem weiteren Musikstück von Anne und Maximilian Voigt fand der erste Teil der Veranstaltung seinen Abschluss. Dr. Christoph Kaatz ließ es sich dann nicht nehmen, seine Gäste auf einem Rundgang zu führen.

Neben den Pflegestörchen in den Gehegen konnten auch Magnus und Agatha auf dem Wiesenhorst beobachtet werden. Im Naturschutzkabinett waren indes interessierte Besucher eingeladen, sich eine Fotodokumentation über den Storchenvater anzuschauen, die seine beiden Söhne zusammengestellt hatten. Beim gemeinsamen Imbiss im benachbarten Gasthaus ging der Empfang in ein gemütliches Beisammensein über.

Echt beeindruckt von dem Treiben und vom Storchenhof überhaupt zeigte sich Tobias Hagemeyer. Er war als Vertreter der Loburger Partnergemeinde Ostbevern angereist. Für den jungen CDU-Ratsherren war es der erste Besuch in Loburg überhaupt. Er erkannte sogleich, wieviel Arbeit wohl in der ganzen Einrichtung steckte und ihm gefiel, wie Kaatz das Anliegen zu vermitteln verstand.

Passend hatte dieser den Empfang auch genutzt, um die Versammelten für eine Mitgliedschaft im Trägerverein zu werben. Es gehe dabei nicht um die Beiträge, sondern vielmehr um eine moralische Unterstützung, warb er.

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