Zerbst (kae). Der Frühling ist da und mit ihm farbenprächtig hergerichtete Blumenbeete. "Nur leider können wir uns nicht lange an Stiefmütterchen und Co. erfreuen", schimpft der Zerbster Bernd Timm. Mehrfach habe er beobachtet, dass Hunde in den Beeten zugange waren. Die Besitzer schauten tatenlos zu. Ganz im Gegenteil - sie seien sogar froh gewesen, wenn die Tiere nicht auf dem Weg sondern im Beet ihr "Geschäft" machten.

Zum Ärgernis jener, die mit viel Mühe die Frühblüher gepflanzt haben. "Und wenn man die Hundebesitzer darauf anspricht, bekommt man frecherweise den Stinkefinger zu Gesicht oder wird blöd angepöbelt" , erzählt Timm. Ihn ärgern vor allem die vielen Hundetapsen und Hinterlassenschaften in den Blumenrabatten an der Neuen Brücke. Timm würde sich seitens des Ordnungsamtes verstärktes Eingreifen wünschen.

Beschwerden haben eigentlich abgenommen

Stadt-Pressesprecher Jan Hädrich weist darauf hin, dass Kontrollen des Ordnungsamtes im Rahmen der regulären Außendiensttätigkeiten durchgeführt würden. Eine dauerhafte und allgegenwärtige Überwachung sei durch eine Kommune in keiner Weise realisierbar.

Jedoch hätten seit der Einführung der generellen Leinenpflicht im Juli des vergangenen Jahres derartige Beschwerden eigentlich abgenommen, schließlich hätten die Hundehalter durch die Leine im Regelfall direkten Einfluss auf ihre Tiere. "Sollten dennoch, beispielsweise durch Unachtsamkeit des Hundeführers, Schäden entstehen, können eventuelle Forderungen nur zivilrechtlich über die ordentlichen Gerichte geltend gemacht werden" , so Hädrich.