Zerbst. In diesem Jahr soll in der Grünen Straße im Zerbster Stadtteil Ankuhn ein Regenwasserkanal eingebaut werden. "Seit Jahren soll hier etwas geschehen, um zumindest die schlimmen Zustände nach ergiebigen Regengüssen zu verbessern", erklärte Bernd Köhler jüngst im Volksstimme-Gespräch. Der Leiter Bauverwaltung der Stadt hat 2010 die Planentwürfe erarbeiten lassen, für dieses Jahr stehen 151600 Euro im Haushalt.

Es ist vorgesehen, den asphaltierten Teil der Grünen Straße so neu zu entwässern. Automatisch dürfte sich daraus auch eine Entspannung im Einmündungsbereich des Großen Walls ergeben, wo das Wasser trotz vorhandenem Sickerschacht nach Regengüssen tagelang riesige Pfützen bildet.

"Die Bauarbeiten werden sich jeweils höchstens halbseitig abspielen. Uns ist völlig bewusst, dass die Grüne Straße eine dringend notwendige Zuwegung für die Ankuhner insgesamt ist", so Köhler. Im Bereich zwischen Magdeburger Straße und Einmündung Kleiner wie Großer Wall seht hierfür auch genügend Fahrbahnrand-Fläche zur Verfügung. "Knifflig könnte es im Bereich vor der Grundschule werden", meint der Amtsleiter.

Einen sehr wachen Blick wird die Verwaltung auf die Bauarbeiten entlang der Lindauer Straße haben - der zweiten Verkehrsader in den Ankuhn. Diese baut der Landkreis in mehreren Abschnitten unter Vollsperrung grundhaft aus, aktuell die Brücke an der Ankuhnschen Mühle. "Wir sehen unsere Regenkanalbauarbeiten nicht zuletzt deshalb im Herbst, wenn zumindest die Marktstraße zur Verfügung steht."

Nötig werden Reparaturen größeren Umfangs auch an einzelnen Nuthe-Armen in Zerbst. So stürzen Felssteine, die das Ufer der Schützenplatznuthe im Bereich des Heidetor-Vortores befestigen, zunehmend ab. Ähnlich ist die Situation auch im Nuthe-Abschnitt zwischen Mühlen- und Wolfsbrücke. In beiden Fällen, so Köhler, sei mit dem Gewässerunterhaltungsverband vereinbart worden, dass jener die Reparaturen ausführt oder ausführen lässt, die Stadt jedoch die Kosten trägt. "Derartige Arbeiten sind nicht Bestandteil der Gewässerunterhaltung. Daher müssen wir das neben den Unterhaltungskosten als Stadt selbst tragen", erklärt Köhler. Er sieht die Reparaturen, deren Umfang sich jeweils zwischen 80- und 90000 Euro bewegt, erst "deutlich im zweiten Halbjahr. Hier wie auch für die Investition in der Grünen Straße gilt erst einmal die Haushaltsgenehmigung abzuwarten und dann die ganz regulären Planungen erarbeiten zu lassen, woran sich die Ausschreibung anschließt."

Neben diesen Investitionen in die Oberflächenentwässerung hat der Zerbster Haushalt im aktuellen Aussehen auch Mittel für neue Regenwasserkanäle in der Brüderstraße parat. 106000 Euro sind hierfür kalkuliert worden.