Heute beginnen die ersten Arbeiten am neuen Kinderspielplatz am Markt. In den kommenden Wochen wird hier ein Wasserspielplatz entstehen.

Zerbst. Seit Monaten warten bereits die Spielgeräte für den am Markt geplanten Kinderspielplatz auf ihren Aufbau. Mit Haushaltsrestmitteln konnten sie bereits im vergangenen Jahr angeschafft und angeliefert werden.

"Wir hatten uns in der Planung für einen Themen-spielplatz entschieden. Dieser Spielplatz wird nun ein Was-serspielplatz", sagt Hochbauamtsleiterin Kerstin Gudella im Gespräch mit der Volksstimme.

Heute beginnen Mitarbeiter des Bauhofes die Pflanzgräben für Hecken und einige Bäume zu graben. "Der Spielplatz wird mit Grün umpflanzt", skizziert sie das zukünftige Aussehen. Anfang Mai soll dann mit dem Setzen der Spielgeräte begonnen werden. Den Anfang wird die Wasserspielanlage machen, bei der beispielsweise Wasser mit einer Winde gefördert werden kann, es durch Rohre geleitet wird oder auf Matschtische plätschert. Den dazugehörigen Fallschutz wird der Bauhof schachten, die Montage der Anlage übernimmt eine Spezialfirma. "Sie wird sich auch um den Wasseranschluss kümmern. Da die Anlage jedoch nah am vorhandenen Wasserspiel liegen wird, ist das kein Problem."

Im Laufe des Jahres werden dann weitere Geräte aufgebaut, deren Kauf erst durch die Genehmigung des aktuellen Haushaltes möglich ist. So wird ein Sandbagger seinen Platz auf dem Spielplatz finden und erste Überlegungen sahen ein Trampolin vor. "Ob es dabei bleibt, ist noch offen. Aber ein Gerät, das zum Herumtollen einlädt, wird noch hinzukommen", so Gudella.

Auch die kritisch diskutierte Lage des Spielplatzes spricht sie an. "Die Lage ist umstritten, aber wir haben eine gute Lösung gefunden." Die Hecke, die den Spielplatz umschließen wird, wird nicht die einzige Abgrenzung zur B 184 sein. Die zur Bundesstraße angrenzende Fläche (im Bild blau eingefärbt) soll ebenfalls zum Teil begrenzt werden. Hier war anfangs von einer Pergola die Rede. Im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss trug Ordnungsdezernent Andreas Fischer eine weitere Idee vor. Statt einer Pergola könnten Gabione - mit Steinen gefüllte Metallkäfige - die Begrenzung dar-stellen. "Was es später wird, entscheidet wohl letztlich die finanzielle Situation", sagt Gudella zum bisher offenen Ergebnis. Allerdings besitze man in der Verwaltung bisher keinerlei Erfahrung mit Gabionen.

"Wir hoffen, mit diesem Themenspielplatz einen neuen Anziehungspunkt zu schaffen", fasst Kerstin Gudella zusammen. Die Ausstattung der bereits vorhandenen Spielplätze wiederhole sich. "Durch die Wahl eines Themenspielplatzes erhoffen wir uns eine größere Anziehung. Vielleicht setzt sich ja die eine oder andere Mutti mit ihrem Kind ins Auto, um extra zu diesem Spielplatz zu fahren."