"Gemeinsam mit dem anhaltischen Bären entdecken wir Geschichte(n) in Anhalt" - das ist das Thema eines Geschichtswettbewerbes. Ausgelobt ist er für Sachsen-Anhalts Schüler der Klassen 1 bis 10 aller Schulformen und steht im Zusammenhang mit dem Jubiläum 800 Jahre Anhalt 2012. Beim Wettbewerbsstart in Dessau waren auch Vertreter von Zerbster Schulen dabei - und hatten bereits erste Ideen im Gepäck.

Dessau-Roßlau/Zerbst. Alle Aktivitäten der Arbeitsgruppe Bildung im Netzwerk Anhalt 800 werden künftig unter einem Motto stehen, das seinen geistigen Ursprung im Zerbster Francisceum hat. Schulleiter Hans-Henning Messer ist zurecht stolz darauf, was beim "Tüfteln" mit dem Wort Anhalt zustande gekommen ist und auf Schriftbändern, die im Dessauer Theater gefertigt werden, nicht nur an der Zerbster Schule seinen sichtbaren Platz finden wird. "Halt an - Schau rein - Anhalt kann sehr spannend sein", wird dort stehen.

Wie spannend Anhalts Geschichte und Gegenwart ist, das möchte die Arbeitsgruppe unter Leitung von Margitta Gottlob vom Landesverwaltungsamt in Vorbereitung des Jubiläums im kommenden Jahr mit den Schulen erkunden, möchte die Schüler aktiv einbeziehen.

Ein Weg ist der zusammen mit dem Kultusministerium ausgelobte und jetzt offiziell in Dessau-Roßlau gestartete Geschichtswettbewerb, der sich an Schüler der Klassen 1 bis 10 aller Schulformen in ganz Sachsen-Anhalt richtet. Unter dem Thema "Gemeinsam mit dem anhaltischen Bären entdecken wir Geschichte(n) in Anhalt" steht er, hat den Bären als symbolisches Maskottchen und möchte zum Malen, Fotografieren und Schreiben anregen.

Wurzeln vermitteln

"Das Maskottchen soll als identitätsstiftende Figur dienen", sagt Andreas Riethmüller, Abteilungsleiter Schule und Kultur im Landesverwaltungsamt, beim Wettbewerbsauftakt am Dienstag in der Stadtsparkasse Dessau. "Es lohnt sich, den Kindern ihre Wurzeln zu vermitteln, Selbstbewusstsein und Heimatgefühl zu schaffen", unterstreicht er die Bemühungen, Kinder und Jugendliche in die Vorbereitungen des Anhalt-Jubiläums einzubeziehen.

"Es ist gut zu wissen, wo man herkommt", meint auch Hubert Ernst, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dessau. Sein Haus gehört zu den Unterstützern des Wettbewerbes, auch "weil man die Kreativität der Kinder fördern muss, wenn man ihnen Bildung vermitteln will".

Die symbolischen Plüschbären gehen zum Wettbewerbsauftakt an, so Margitta Gottlob, 70 Grundschulen, 18 Sekundarschulen, elf Gymnasien und an Förderschulen im Bereich Anhalt.

Lehrpfad entwickeln

"Wir beteiligen uns mit unseren Schülern am ,Parlament der anhaltischen Stühle\'", so Sylvia Focke, Schulleiterin der Schule am Heidetor, die in Dessau mit dabei war. Das Projekt mit dem Künstler Kurt Buchwald läuft seit Längerem im Jugendseeheim Deetz. "Einen der Stühle wollen wir dem Bär und Anhalt 800 widmen", sagt die Schulleiterin. Mit dem Lehrerkollegium ist eine Fortbildung zum Gartenreich Dessau-Wörlitz geplant, deren Erkenntnisse dann natürlich auch den Schülern weiter vermittelt werden.

Die Francisceer, blickt Schulleiter Messer voraus, werden unter anderem eine Projektwoche im September dem Anhalt-Thema widmen.

Dritte Zerbster Vertreterin in der Dessauer Stadtsparkasse war am Dienstag Heike Spieß, stellvertretende Schulleiterin der Ganztagsschule Ciervisti. Auch hier gibt es bereits verschiedene Ideen zum Anhalt-Jubiläum und -Wettbewerb. "Angedacht ist zum Beispiel, dass Schüler einen Lehrpfad durch Zerbst entwickeln, der für die Schule, aber auch für Touristen genutzt werden kann und wir wollen möglichst auch Schüler als Führer auf diesem Lehrpfad befähigen", erzählt Heike Spieß. Kreative Bären-Ideen sollen zudem im Kunstunterricht ent- wickelt werden. Und Ciervisti -Schüler werden die Museen in Zerbst und der Region stärker kennenlernen, auf Anhalt-Spurensuche gehen.

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