Von Antje Rohm

Zerbst. Das letzte Wochen-ende im April ist seit Jahren mit den Schulfesttagen am Zerbster Francisceum verbunden. In diesem Jahr nicht. "Das späte Osterfest und der Wunsch, noch etwas Abstand zu den Osterferien zu haben, haben uns zur Terminverschiebung bewogen", begründet dies Torsten Huß, Vorsitzender des Fördervereins Francisceum Zerbst. Ausnahmsweise also wird 2011 am 13. und 14. Mai das 208-jährige Schulbestehen seit der Neubegründung durch Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gefeiert.

Eingeladen sind "alle ehemaligen Schüler des Francisceums, der Oberschule, der Erweiterten Oberschule ,Albert Kuntz\', Mitglieder des Fördervereins und Freunde des Francisceums".

Der Festtage-Freitag gehört traditionell zunächst den heutigen Schülern - mit einem Projekttag und dem Frühlingslauf.

Der Förderverein des Francisceums führt seine Jahreshauptversammlung am selben Tag um 17 Uhr durch, wie immer zu den Festtagen. "420 Mitglieder zählen wir jetzt im Verein", verweist Torsten Huß auf die im vergangenen Jahr bereinigte Bilanz.

"Feuertaufe" in Aula

Ein Projekt, das ins jüngste Arbeitsjahr des Vereins gehört, erlebt am Sonnabend seine "Feuertaufe". Mit Unterstützung des Sparkassenstiftung Anhalt-Zerbst hat der Förderverein eine neue Akustikanlage für die Aula des Schulgebäudes am Weinberg angeschafft. "Die war dringend notwendig", so der Vorsitzende. Ihren ersten Einsatz wird sie am 14. Mai zur Festveranstaltung anlässlich der Schulfesttage haben. Sie beginnt um 10 Uhr und wird unter anderem die Abitu- rienten ehren, deren Abschluss 50 beziehungsweise 60 Jahre zurückliegt. Die Festansprache hält Schulleiter Hans-Henning Messer. Sein Thema wird, auch angesichts aktueller politischer Debatten, die Rolle des Gymnasiums sein.

Einladung zum Abend

Nach der Festveranstaltung besteht ebenfalls schon in guter Tradition die Möglichkeit, die Schule zu besichtigen und an Führungen in der historischen Bibliothek teilzunehmen. Viel Neues sei aufgrund der realisierten und aktuellen Baumaßnahmen am Francisceum zu sehen, macht Torsten Huß neugierig.

Schüler sorgen für einen Mittagsimbiss, bewirten die ehemaligen Francisceer auch beim nachmittäglichen Kaffeetrinken und bereichern die Rundgänge mit kleinen Theaterszenen. Bei einer Stadtführung geht es für die interessierten Teilnehmer der Festtage am Nachmittag auf die Spuren Katharinas II. und in die Bar-tholomäikirche.

Um 19 Uhr beginnt in der Schule der Abend der Begegnung. Ein zwangloses Beisammensein, zu dem sich die Organisatoren und die bewirtenden Schüler über viele Gäste freuen würden. Gezeigt wird dann auch eine Kurzfassung des Francisceumsfilmes und ehemalige Chormitglieder sorgen für musikalische Sequenzen.