Zum Frühjahrsputz rief Loburgs Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann die Einwohner am Wochenende auf. Nur wenige folgten der Einladung.

Loburg. Rund um die Burg in Loburg herrschte am Sonnabend rege Geschäftigkeit. Die Mitglieder des Fördervereins der historischen Burganlage hatten sich dem Aufruf des Ortsbürgermeisters angeschlossen und waren zum Frühjahrsputz gekommen. Sechs Mitglieder seines Vereins konnte Vereinsvorsitzender Winfried Moschkau mobilisieren. Ausgerüstet mit Gartengeräten sowie einem Rasenmäher sorgten sich die Vereinsmitglieder um das äußere Erscheinungsbild der Burg. Rund um die Anlage pflegten sie die Wege, kürzten den Rasen und lichteten die Bäume etwas aus. Die Abfälle fuhren die Vereinsmitglieder anschließend mit Pkw-Anhängern zu einem Sammelplatz.

Rege Betriebsamkeit herrschte auch am Kalitzer Weg. Hier hatte sich Bernd Wünschmann mit einigen Bekannten und Helfern getroffen. Ihr Augenmerk galt an diesem Vormittag dem Spielplatz. Die neue Spielstätte sollte einen Zaun erhalten. Der sei unbedingt notwendig, damit nicht Hundebesitzer ihre Vierbeiner im Sandkasten ihr Geschäft verrichten lassen, erklärte er. Der Zaun war von der Stadt beschafft worden.

Ursprünglich sollte die Umzäunung etwas kleiner ausfallen. Die Stadt habe einen höheren Zaun beschafft, freute sich Bernd Wünschmann. In dem Neubauviertel gibt es zahlreiche Kinder, die den Spielplatz nutzen. "Ich hatte gehofft, dass sich viele Väter an unserer Aktion beteiligen", sagte er. Nur ein Vater habe den Weg allerdings zu dem Arbeitseinsatz gefunden, zeigte sich der Ortsbürgermeister enttäuscht.

Dafür gab es Unterstützung von anderer Seite. Schützen brachten den Männern als Stärkung einen Korb Bier, freuten sich alle Beteiligten. Dann machten sich alle an die Arbeit und setzten die Pfosten für den neuen Zaun. Gemeinsam war das Grundgerüst in wenigen Stunden aufgebaut. Eigentlich sollte der Trupp nur ein Teil der Umzäunung aufbauen. Da aber alles so gut funktionierte, entschlossen sich die Männer, die komplette Umzäunung aufzustellen. Nun fehlt nur noch ein Tor. Das können in den kommenden Tagen die Mitarbeiter des Bauhofes installieren und damit die Umzäunung vollenden, meinte Bernd Wünschmann.

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