Mit Staubtuch, Scheuerlappen, Eimer und Besen ausgerüstet, waren am Sonnabend mehr als 20 Mitglieder des Fördervereins Schloss Zerbst und Sympathisanten im Einsatz. Weil in Vorbereitung der "Fasch-Midnight" am Wochenende zuvor eine erste Grundreinigung bereits erfolgt war, konzentrierte sich die jetzige Aktion auf den letzten "Feinschliff" beim traditionellen Frühjahrsputz. Vor allem ging es um Fenster und Türen, Sanitär- und Außenanlagen sowie das Reinigen der Großfotos, auf dem Bild links Ute Schilling (l.) und Karin Bürkner. Am Sonntag lud der Förderverein dann zur ersten Sonntagsöffnung in diesem Jahr ein. Gut 80 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich in den zwei Vormittagsstunden die Ausstellungsräume und das Erdgeschoss allein anzuschauen oder an einer von fünf Führungen in das erste Obergeschoss teilzunehmen (Foto rechts, mit dem Vereinsvorsitzenden Dirk Herrmann, l.). Hier war unter anderem das im vorigen Jahr entstandene Zweite Fürstliche Vorzimmer zu bestaunen, während im Ausstellungsbereich das neue Kupferstichkabinett erstmals zu besichtigen war. Unter den Besuchern waren Matthias Zwirner mit Ehefrau Hildegard und Tochter Berit. Die Drei kommen aus Flensburg und gehörten zu einer elfköpfigen Delegation des Fasch-Vereins, eines Freundeskreises, der seit 1977 besteht. "Wir sind seit Freitag in Zerbst, um die Internationalen Fasch-Festtage zu erleben. Es ist der zweite Besuch hier und die traditionelle Jahresreise unseres Vereins", so Matthias Zwirner. "Faszinierend und spannend", ergänzt Tochter Berit, sei der Schlossbesuch, besonders, wenn man sich das Leben im Schloss zu Faschs Zeiten vorstellt. Die nächste Schlossöffnung findet während des Spargelfestes am 1. Mai statt.

Text und Foto: Helmut Rohm

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