Zerbst. Ganz in (Feuerwehr)-Familie versammelten sich die Kameraden am Sonnabend-abend auf dem Feuerwehr-Gelände an der Dessauer Straße zum Osterfeuer. Das hatte im Vorfeld für etwas Wirbel gesorgt (die Volksstimme berichtete), der Stimmung am Sonnabend tat das aber keinen Abbruch.

"Wir haben uns an alle Auflagen gehalten, so wie es auch mit dem Landrat abgesprochen war. Damit können wir auch für die Zukunft gut leben", sagt Ortswehrleiter Steffen Schneider. So war unter anderem Grünschnitt aus dem Feuerberg beseitigt, die Feuerstelle selbst noch ein Stück in Richtung Depot verlegt worden. Das Feuer brannte auf überschaubarer Größe. Regelmäßig legten Feuerwehrleute - immer in Dienstausrüstung gekleidet - Brennbares nach. Und der Wind stand gut...

"Mir ist bisher nichts an nochmaligen Beschwerden bekannt geworden", so Steffen Schneider gestern. Neben den Feuerwehrmännern und -frauen mit ihren Familien waren auch einige der eingeladenen Nachbarn zu diesem Osterfeuer-Abend gekommen.

Darunter waren Jürgen und Ines Daudert aus der Dessauer Straße. "Als Anwohner sind wir der Einladung der Feuerwehr gefolgt und so überhaupt zum ersten Mal auf dem Feuerwehr-Gelände. Ansonsten haben wir eben die Fenster zugemacht und später wieder auf und gut war es", blicken sie unkompliziert auf die Vorjahre.

In den Einsatz musste die Zerbster Feuerwehr an diesem Abend und in der Nacht nicht. Anders am Tag zuvor. Am Freitag gegen 22 Uhr ging es mit drei Fahrzeugen und 15 Kameraden zu einem Brand in einer leerstehenden Garage am Breitestein.

Kurz vor Mitternacht rückten sie in gleicher Stärke an den Schützenplatz aus. Hier brannte das Osterfeuer - einen Tag zu früh und vermutlich durch Brandstiftung. In Absprache mit den Verantwortlichen der Zerbster Schützengilde wurde es kontrolliert abgebrannt. "Wir haben dann die Brandwache übernommen", so Christian Keck und Volker Pietrek vom Vorstand der Schützengilde.

Trotzdem begrüßte die Schützengilde am Sonn-abendabend um die 500 Gäste zum Osterfeuer am Schützenplatz. Die Vorstandsmitglieder dankten besonders Herbert Wallwitz mit seinem Ankuhner Gartenbaubetrieb und Detlef Fischer vom Kieswerk Ost. Sie haben die verbrannten Reste abgefahren und neues Osterfeuermaterial vom Schießplatz an den Mucheln geholt.

Die Zerbster Feuerwehr musste am Sonntagmittag noch einmal ausrücken. 16 Kameraden saßen auf drei Fahrzeugen, um 500 Quadratmeter brennendes Ödland hinter Zerbst in Richtung Lindau nahe des Muchelfriedhofs zu löschen.