Zerbst (jkd). Ein tiefer Riss durchzieht die Fassade des Fachwerkhauses Breite 15, die zur Mühlenbrücke zeigt. Seit Montag vergangener Woche stützen sieben Halterungen die Fassade zusätzlich.

"Wir haben das Problem frühzeitig erkannt", sagt der Besitzer des Hauses, Thomas Worms. Die Fundamente sind bereits verstärkt worden, um ein weiteres Abrutschen der Fassade zu verhindern. Die Sanierung der Fassade folgt. "Wahrscheinlich durch die Schneemassen im Winter ist der Giebel gerissen. Dann haben wir so schnell es ging reagiert", sagt Worms, der das Haus 2005 im Rahmen einer Ersteigerung erwarb. "Seitdem haben wir bereits viel in die Sanierung des Hauses investiert."

Mehrere Firmen sind mit den Arbeiten betraut worden. "Der Vorbesitzer hat es falsch gemacht. Ein Fachwerkhaus muss atmen, die Balken freiliegen. Das ist an dieser Seite nicht so." Vor einem Einsturz, so gewaltig der Riss auch aussehen mag, muss sich niemand fürchten. "Wir werden die Fassade gründlich sanieren. Schließlich liegt das Haus im Zentrum und soll gut aussehen. Und fürchten muss sich auch niemand."