Zerbst. Unter dem Thema "Fasch und Dresden" sollen die 12. Internationalen Fasch-Festtage vom 18. bis 21. April 2013 in Zerbst stattfinden. Das Barockmusikfestival kehrt damit nicht nur zum ursprünglichen Zwei-Jahres-Zyklus zurück, sondern bekommt auch eine neue konzeptionelle Ausrichtung, erklärt Kulturamtsleiter Andreas Dittmann.

Das ist das Ergebnis einer ersten Auswertungsrunde nach den gerade zu Ende gegangenen 11. Internationalen Fasch-Festtagen zwischen den Veranstaltern, der Stadt Zerbst und der Internationalen Fasch-Gesellschaft.

"Mit dem Ergebnis der Festtage sind wir insgesamt nicht unzufrieden", so Andreas Dittmann. Es habe zwischen dem 7. und dem 17. April fantastische Konzerte gegeben und eine positive und ermutigende Resonanz vieler Besucher, besonders auch solcher, die gezielt von auswärts zu den Festtagen nach Zerbst kamen.

"Mit 1947 Besuchern insgesamt hatten wir mehr Gäste als bei den Festtagen 2008", sagt Andreas Dittmann. Das sei unter anderem mit mehr Veranstaltungen, die oft in größeren Häusern stattfanden, zu begründen. Besucherstark war etwa "Fasch für Kinder", auch der Gottesdienst in Köthen. "Wir haben ebenso wieder festgestellt, dass es in Zerbst offenbar ein besonders großes Interesse an Chorkonzerten gibt", verweist der Kulturamtsleiter auf die gut besuchten Konzerte mit dem Universitätschor Halle und auf das Abschlusskonzert mit der Berliner Singakademie. Speziell für letzteres habe es auch an der Tageskasse noch ein großes Interesse gegeben. Nicht ganz so zufriedenstellend ist das Gesamtergebnis im Kartenverkauf.

Zweimal hatten die Fasch-Festtage im Drei-Jahres-Rhythmus stattgefunden, damit die Stadt ihren finanziellen Eigenanteil besser schultern konnte. Auch die Ausdehnung auf zwei Wochenenden und in die Fläche - so mit Konzerten in Dessau und Köthen - halten die Veranstalter für überdenkenswert.

Die Konzentration auf ein verlängertes Wochenende zwischen Donnerstag und Sonntag soll den Kostenrahmen reduzieren und bessere Finanzierungsmöglichkeiten geben. Inwieweit es Konzerte außerhalb und ob es zu jedem Festtage-Jahrgang eine wissenschaftliche Konferenz geben wird, ist noch zu diskutieren.

Die Rückkehr zum Zwei-Jahres-Rhythmus biete eine bessere Kontinuität und den Festtagen einen berechenbareren Platz im Musikland Sachsen-Anhalt. "Wir sind ja hier nicht auf einer Insel", betont Andreas Dittmann.

Und kündigt gleich den ersten Höhepunkt für 2013 an. Das Abschlusskonzert soll der Dresdner Kreuzchor gestalten.