Gödnitz/Flötz (dap). Ein kleiner Bagger arbeitet sich gestern stetig zwischen Gödnitz und Flötz ein Feld hinauf. Harry Barnetz steuert das Gefährt, das schaufelweise feuchte Erde nach oben holt. "Wir bereiten die Sohle vor und begradigen den Graben etwas", erläutert er. Unterdessen steht Siegfried Ziepel mit Gummistiefeln an den Füßen in der frischen Ausschachtung, an deren Grund klares Wasser fließt.

Die beiden Männer sind beim Unterhaltungsverband Nuthe/Rossel beschäftigt, der zwischen Wittenberg und Lübs für die Unterhaltung der Gewässer II. Ordnung verantwortlich ist. Gut 1000 Kilometer Wasserläufe fallen in seinen Zuständigkeitsbereich. Der Graben hier, der im rechten Winkel zur Kreisstraße 1239 verläuft, gehört dazu. "Die Verrohrung war marode", erklärt Geschäftsführerin Birgit Bernstein. Sie erzählt, dass das Rohr nicht mehr gespült werden konnte und deshalb nun erneuert wird. Das geschieht auf einer Länge von rund 170 Metern.

Am Mittwoch begannen die Arbeiten zur Verlegung des neuen Rohres. Im Gegensatz zu dem entfernten, tönernen Vorgängermodell ist es aus Kunststoff und besitzt in der oberen Hälfte schmale Schlitze, durch die das Wasser eindringen und schließlich gesammelt abfließen kann. Im Laufe des heutigen Tages wollen die Männer fertig werden. Dann werden sie zu ihrem nächsten Einsatzort weiterziehen.

Genug zu tun gibt es für den Nuthe/Rossel-Verband immer. "Wir haben aber bloß sieben Leute", gibt Birgit Bernstein zu bedenken, dass nicht alle Dinge auf einmal erledigt werden können. Wer jedoch Hinweise oder Probleme hat, kann sich jederzeit an den Unterhaltungsverband wenden. Telefonisch ist er an seinem Sitz in Lindau unter (039246) 533 zu erreichen.