Zerbst (arh). Gut 40 Zerbster Bürger, darunter die Stadträte Silke Hövelmann (SPD) und Claus-Jürgen Dietrich (B90/Grüne), kamen gestern Abend am Dicken Turm zum Gedenken für die Opfer der Katastrophe in Japan zusammen. "Wir wollen ihnen damit unsere Anteilnahme bekunden", sagte Bürgermeister Helmut Behrendt (FDP), der Ulrike von Thadden für die Initiative zu dieser Veranstaltung dankte.

Texte und Lieder hatte die in Dessau lebende japanische Sängerin Mika Kaiyama mitgebracht. "Die schrecklichen Bilder beschäftigen uns nun seit fast zwei Monaten", erinnerte sie an die mehr als 28 000 Toten und Verletzten sowie die über 300 000 Obdachlosen. Sie verwies aber auch auf die große Unterstützung, die Japan aus vielen Ländern erhalte.

"Warum?" Diese Frage aus einem Karfreitagspsalm nahm Pfarrer Michael Blaszcyk auf. Sie gelte auch für die Bilder aus den zerstörten Gebieten Japans und die Opfer. Fukushimas habe sie aber schnell verdrängt. "Wir wollen unser Mitgefühl mit den menschlichen Tragödien zeigen", so der Pfarrer, der zugleich mahnte, "über unseren Energiehunger nachzudenken"..

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