Nutha. Begleitet von ihrer Großmutter brechen die jungen Zerbsterinnen Laura, Lisa und Zora am Sonnabend bei herrlichem Sonnenschein zu einer gemütlichen Radtour auf. Der Ausflug führt das Quartett nach Nutha. Im dortigen Kornmuseum tauchen die Mädchen zwischen Getreidemandeln, Dreschflegeln und Waffeleisen zunächst in das einstige Leben auf dem Lande ein. Staunend betrachten sie die vielfältigen Ausstellungsstücke, lassen ihren Blick vom edlen Tafelservice über die alten Fotos und das Pferdegeschirr bis zur aufgehängten Wäsche gleiten. "Ich interessiere mich dafür, wie es früher war", erklärt die 13-jährige Lisa lächelnd.

Seit November 2007 lädt das Museum Besucher zu einem anschaulichen Abstecher in die Vergangenheit ein. Zugleich werden in der angegliederten Aktivwerkstatt traditionelle Techniken vermittelt. An diesem Nachmittag weiht Mandy Schüler die Anwesenden in die Kunst des Flechtens mit Peddigrohr ein. "Das ist nicht schwer", motiviert die junge Frau aus Klepps die Teilnehmerinnen. Sie zeigt ihnen, wie sich aus dem Naturmaterial mit ein wenig Geschick hübsche Körbchen anfertigen lassen.

Rasch herrscht konzentrierte Stille in der Runde. Emsig sind auch Zora, Lisa und Laura damit beschäftigt, zuvor eingeweichte, farbige Peddigrohrschnüre um die senkrechten dünnen Stangen zu flechten, die sie anfangs in eine Bodenplatte gesteckt haben. Zwischendurch legt Mandy Schüler hier und da mal helfend Hand an. So wachsen die Wände der Körbchen nach und nach in die Höhe, wobei sich jedes durch ein anderes Muster auszeichnet. Mit ihren ganz individuellen, selbst gefertigten Exemplaren im Gepäck kehren die vier Zerbsterinnen schließlich gut gelaunt nach Hause zurück.

Bereits jetzt am kommenden Sonnabend öffnet die Aktivwerkstatt erneut ihre Türen. Ab 14 Uhr können Interessenten in die Rolle von "Baumeistern" schlüpfen. Unter Anleitung werden sie Insektenhotels anfertigen. Und wer sich einmal im Korbflechten mit Weidenruten versuchen möchte, der sollte sich den 14. Mai vormerken.

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