Die Mädchen und Jungen der Steutzer Grundschule blickten in dieser Woche weit über die Elbaue hinaus. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen begaben sie sich auf eine wissenswerte Reise durch Europa. Dabei befasste sich jede Klasse gezielt mit einem Land. Das Ergebnis konnten die Eltern am Donnerstag bei einem unterhaltsamen Programm erleben. Abgerundet wurde der Nachmittag mit vergnüglichen Spielen, bei denen russische Matroschkas genauso eine Rolle spielten wie die schottischen Highlands.

Steutz. Die Premiere ist geglückt. Das positive Fazit konnte Schulleiterin Annett Ebert ziehen, als sich der Pausenhof am Donnerstagabend allmählich leerte. Mit dem gesellig-vergnüglichen Nachmittag hatte das erstmals durchgeführte "Europa"-Projekt seinen krönenden Abschluss gefunden. Gemeinsam erlebten die Familien eine gelungene Alternative zum alljährlichen Frühlingskonzert. Und vor allem: "Wir haben gemerkt, dass die Idee bei den Kindern angekommen ist", freute sich Annett Ebert.

Dass die Umsetzung so hervorragend klappte, resultierte ihrer Meinung nach daraus, dass "wir so ein gutes Team sind", was der spontane Applaus bestätigte. Die Schulleiterin bedankte sich dabei nicht nur bei ihren Kolleginnen, die "super viel Zeit in die Vorbereitung" gesteckt haben. Ihr Dank galt ebenfalls der technischen Kraft Angelika Grube und der pädagogischen Mitarbeiterin Evelyn Sauerteig sowie allen Eltern, die sie bei dem Projekt unterstützt haben.

Das erstreckte sich über drei Tage. Der Startschuss fiel am Dienstag. "Da haben sich alle mit Europa beschäftigt", blickte Annett Ebert zurück. Nach der allgemeinen Einführung in das Thema beschäftigte sich am Mittwoch jede Klasse gezielt mit einem Land. "Wir haben gelesen, gebastelt, gesungen, getanzt, gebacken und gekocht", berichtete die Schulleiterin von den vielfältigen Herangehensweisen. Da fertigten beispielsweise die Zweitklässler Bilder von der italienischen Flagge an, auf denen sie verschiedene Sorten von Pasta drapierten. Mit den Kunstwerken wird fortan der Speiseraum geschmückt. Unterdessen bastelten die Mädchen und Jungen aus Klasse 3 Matroschkas und studierten einen vergnüglichen Baba-Jaga-Tanz ein, den sie am Donnerstagnachmittag präsentierten.

"Das Programm ist erst vor einigen Stunden entstanden", stimmte Annett Ebert die zahlreich erschienenen Eltern auf den Auftritt der Grundschüler ein. Der Termin war dabei nicht willkürlich gewählt, denn der 5. Mai ist Europatag. Und was ihr Nachwuchs über diesen Erdteil alles gelernt hat, das erfuhren die Mütter und Väter bei den folgenden Darbietungen.

"Ihr seid jetzt dran", holte Annett Ebert als erstes den Schulchor auf die Freilichtbühne im Hof. Mit einem flotten Hip-Hop-Song über Europa eröffneten die jungen Sänger das ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Programm. Dabei widmete sich jede Klasse ihrem speziellen Land. Da sangen die Erstklässler ein spanisches Lied und trugen die Schüler der Zweiten ein Nudelgedicht vor. Von Italien aus reiste das Publikum mit den Mädchen und Jungen aus Klasse 3 ins russische Riesenreich, in das Deutschland ganze 48 Mal hineinpassen würde. Auch die Drittklässler bewiesen Sprachtalent, als sich jeder einzeln auf Russisch mit Name, Alter und Wohnort vorstellte. Die Schüler der Vierten entführten die Zuschauer nach Großbritannien, wo sie ihnen die einzelnen Landesteile genauer vorstellten. Dabei war nicht nur zu erfahren, dass die Waliser einen Drachen in ihrer Fahne haben. Die Mädchen und Jungen begeisterten ebenfalls mit dem Tanz "Der edle Herzog von York".

Als der kräftige Beifall verklungen war, lockte zum einen das Büfett. Neben Soljanka, Piroggen, Sandwiches, Bruschetta und Nudelsalat wartete auch süßer Europa-Kuchen darauf von Jung und Alt verkostet zu werden. Darüber hinaus konnten sich alle bei ungewöhnlichen Spielen messen, die natürlich ebenfalls am Thema angelehnt waren. An Italien erinnerte da das Zielwerfen, bei dem es galt, eine Hartweizennudel mit geschicktem Schwung in einen Stiefel zu befördern. Derweil ließen die schottischen Highland-Games beim Bauernmarsch grüßen, bei dem mit Sand gefüllte Eimer auf Zeit über eine gewisse Distanz geschleppt werden mussten. Auch das selbst gebastelte Memory und das Matroschkawettstapeln machten sichtlich Spaß.

   

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